Immer mehr Kredite zu immer niedrigeren Zinssätzen

von Redaktion

Immer mehr Menschen nutzen in Deutschland einen Kredit. Sei es zur Finanzierung kleinerer Anschaffungen, den Kauf eines Autos oder den Bau einer Immobilie. Besonders häufig werden Luxusartikel auf Pump gekauft und anschließend abbezahlt.

Bildrechte: Flickr Finanzen-EZB-Euro FuFu Wolf CC BY 2.0 Bestimmte Rechte vorbehalten

Rund 40 Prozent solcher Käufe werden mittlerweile über einen Raten- oder Dispokredit bezahlt – mit steigender Tendenz. Auch die Wirtschaft setzt zunehmend auf Kredite und finanziert eigene Projekte über Darlehen. Das Kreditvolumen liegt momentan bei über 1 Billion Euro – damit ist die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 7 Milliarden gestiegen.

Zinsen und Strafen

Grund dafür ist unter anderem die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). In den vergangenen Monaten senkte die EZB den Leitzins in der Europäischen Union auf 0 Prozent und führte zudem eine Strafgebühr ein, wenn Banken ihre Geldreserven bei der Zentralbank einlagern wollen.

Dadurch erhalten Banken erstmals Geld von der EZB, ohne dafür Zinsen zahlen zu müssen und sind gleichzeitig dazu gezwungen, ihre Reserven auf den Markt zu bringen, da sie andernfalls eine Strafgebühr von 0,3 Prozent zahlen müssen. Beides führt zu niedrigen Zinsen und besseren Konditionen für Kreditnehmer – gleichermaßen aus der Wirtschaft oder dem privaten Bereich.

Blick über die Grenze

Ähnliche Entwicklungen sind auch in der Schweiz zu beobachten. Der Leitzins der Eidgenossen gehört traditionell zu den niedrigsten in der Welt und wirkt sich dementsprechend auch auf die Konditionen von Darlehen oder Hypotheken aus – heute noch mehr als sonst. Aktuell sind dort Hypotheken mit zweijähriger Laufzeit und Zinssätzen von etwa 1,1 Prozent möglich – 10-jährige Finanzierungen sind ab 1,55 Prozent erhältlich. Dabei gilt: Je kürzer die Laufzeiten, desto niedriger ist der Zinssatz.

Kurzfristige Dreimonatshypotheken sind dadurch bereits ab 1,01 Prozent Jahreszins realisierbar (Stand 30.05.2016). Diese Angebote können sich Tag für Tag ändern, wodurch sich die aktuellen Zinssätze unterscheiden können. Daher lohnt es sich, einen Hypothekenrechner wie den von MoneyPark zu benutzen und einen unmittelbaren Überblick zu erhalten. Solch ein Vergleich kann viel Geld sparen, schließlich gibt es eine Vielzahl von Banken in der Schweiz, die jeweils unterschiedliche Zinssätze und Konditionen anbieten. Wer geschickt vergleicht, kann dadurch viel Geld sparen.

Auf längere Sicht werden die Zinssätze in der Europäischen Union und der Schweiz weiter niedrig bleiben. Grund dafür sind die anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten und Krisenherde in den südeuropäischen Ländern. Da die Schweizer Zinsen stark von der Wirtschaft der EU abhängig sind, werden diese wahrscheinlich ebenfalls bis mindestens 2017 auf einem niedrigen Niveau bleiben. Bis dahin rechnen Wirtschaftsexperten lediglich mit einem leichten Anstieg der längerfristigen Hypotheken.

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