Video der "Welt": Asylbewerber singt auf bayrisch

Integration mal anders

Von Tom Fischhaber

„Die Welt“ blickt auf das Tegernseer Tal. Der Männerchor der Stadt Tegernsee hat mit Emmason Amaraihi ein neues Mitglied gewonnen. In den Medien wird diese Geschichte als positives Beispiel für Integration gefeiert und in ganz Deutschland als Video verbreitet. Dabei rückt ein Asylbewerber in den Fokus der Medien.

Der Tegernseer Liederkranz beim Proben. Klicken für den Beitrag der Die Welt.
Der Tegernseer Liederkranz beim Proben.
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Ein sehenswertes Video der „Welt“ befasst sich mit dem Tegernseer Liederkranz und dessen neuen Zuwachs. Emmason Amaraihi, ein 32-jähriger Nigerianer, ist seit kurzem Mitglied im Männerchor. Er ist Asylbewerber und wohnt seit vier Wochen in der Tegernseer Turnhalle.

Emmason hatte von seiner Deutschlehrerin von einem lokalen Gesangsverein gehört. Da er in seiner Heimat selbst in einem katholischen Chor gesungen hatte, besuchte er anschließend eine Probe. Seitdem ist er fester Bestandteil des Tegernseer Liederkranzes. Dort singt er nun mit seiner Bassstimme bayrische Kirchenlieder.

Die Welt berichtet in einem sehenswerten Video, wie der Nigerianer in dem bayrischen Kreis aufgenommen wurde. Bei den monatlichen Stammtischen ist er immer dabei. Am Wochenende hatten sie nun ihr erstes gemeinsames Konzert. Begleitet wurden das ganze von einem großen Medienrummel. Mit dabei auch einige Fernsehsender – darunter die ARD, ZDF und RTL.

„Er hat sogar schon ein Jobangebot bei einer Elektrofirma“

Emmason hat in seiner Heimat als Elektroingenieur gearbeitet und wünscht sich, hier weiter zu studieren. „Sein Traum ist es, in Deutschland seinen Master zu machen“, heißt es in dem Artikel der „Welt“. Zurzeit muss er jedoch abwarten, er befindet sich noch im Asylverfahren.

Ganz Deutschland blickt nun auf den bayrisch singenden Nigerianer vom Tegernsee. Eine Geschichte, die man als Musterbeispiel betrachten kann, wie Asylpolitik funktionieren kann. Emmason selbst versteht die ganze Aufregung um seine Person nicht. „Liegt es daran, dass ich schwarz bin“, fragt er gegenüber der „Welt“. Er selber interessiert sich eigentlich nur für das Singen.


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