Internationales Bergfilmfestival Tegernsee 2011: Ab jetzt wird es wieder spannend!

Ergänzung vom 19. April / 08:55 Uhr
Es sind zwar noch exakt sechs Monate hin, bis am 19. Oktober das 9. Bergfilm-Festival in Tegernsee seine Pforten öffnet. Aber ganz untätig sind die Organisatoren nicht. Die Ausschreibungen laufen bereits auf Hochtouren. Nun heißt es abwarten für das Team um Michael Pause, bis die ersten Filmemacher aus der ganzen Welt ihre Streifen einschicken, mit denen Sie den diesjährigen Großen Preis der Stadt Tegernsee gewinnen wollen.

Im letzten Jahr war der Film Mount St. Elias der große Gewinner. Ein würdiger Sieger, wie Bürgermeister Peter Janssen meinte. Und auch sonst zeigte sich Janssen sehr zufrieden mit dem Ablauf des vergangenen Festivals. Über 5.800 Besucher seien gekommen, was einen erneuten Besucherrekord bedeutet hätte. In sechs Sälen hätten sich die Zuschauer ingesamt 79 Filme anschauen können. Dass alles reibungslos ablief, dafür sorgten im vergangenen Jahr über 150 ehrenamtliche Helfer.

Michael Pause, der Leiter des Festivals

In diesem Jahr erhält das Element Wasser eine Sonderkategorie. „Wasser in den Bergen, das kann wild und sportlich, reißend und energiereich, aber auch still und idyllisch sein“, so Michael Pause, der künstlerische Leiter des Festivals. „Wir erwarten uns natürlich spektakuläre Wildwasserfilme, aber ebenso interessante Dokumentationen, zum Beispiel zu dem weiten Thema Wasserkraft, oder wunderschöne Porträts von eindrucksvollen Flusslandschaften oder von ‚Berg-Menschen’, in deren Leben das Wasser eine besondere Bedeutung hat.“ Für das Publikum werde dies mit Sicherheit wieder eines der absoluten Highlights.

Für das Organisationsteam und Sigi Menzel, der die Vorauswahljury leitet, beginnt nun eine spannende Zeit: Nach und nach reichen die Produzenten ihre neuesten Werke ein und langsam kann man sich ein Bild davon machen, wie das Programm des Bergfilm-Festivals im Herbst aussehen könnte. Im Juni, nach Anmeldeschluss (31. Mai), wird dann die Spreu vom Weizen getrennt, bevor im Juli das Programm endgültig zusammengestellt wird.

Und dann heißt es warten, bis das diesjährige Bergfilm-Festival vom 19. bis 23. Oktober in Tegernsee über die Bühne gehen kann.

Ursprünglicher Artikel vom 24. Oktober / 19:37 Uhr

Mount St. Elias - ab 18. November auch in den Kinos

Den mit 3.000 Euro dotierten „großen Preis der Stadt Tegernsee“ gewann in diesem Jahr der Dokumentarfilm „Mount St. Elias“ des Österreichers Gerald Salmina. Der Film ist ein dokumentarisches Bergdrama über die längste Skiabfahrt der Welt.

Bereits gestern Abend hatte die Jury die Siegerfilme prämiert. Der heutige letzte Tag des Festivals war für die große Matinee reserviert. In der wurden nochmal alle ausgezeichneten Filme gezeigt.
Insgesamt kamen laut Veranstalter in den 5 Tagen des Festivals schätzungsweise 6.500 Besucher nach Tegernsee.

Neben “Mount St. Elias” gewann in der Kategorie „Lebensraum Berg“ die Französin Marianne Chaud mit Ihrem Film „Himalaya – Le chemin du ciel“. Für den besten Film in der Kategorie „Naturraum Berg“ wurde John Murray mit „A Prayer for the Windhorse“ ausgezeichnet.

Den Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis gewann der Regisseur Michael Erhard, der mit seiner Dokumentation „Kunst im Eis“ Konrad Henker bei einem Kunstprojekt im eisigen Hochgebirge begleitete.

Schirmherr und – wie fast jedes Jahr – auch Besucher des Festivals war der ehemalige CDU- Generalsekretär Heiner Geißler. Ein passendes Zitat haben wir auch von Ihm auf bff.tegernsee.de/wordpress gefunden:

Veranstaltungen wie das Bergfilm-Festival haben eine große Bedeutung, da sie dem Menschen die Natur, die Bergwelt nahe bringen.
Die Natur selbst kann nicht übertroffen werden, aber dass es möglich ist, die Schönheit der Natur als Kunsterlebnis zu erfahren und zu begreifen, dafür trägt das Bergfilm-Festival Tegernsee eine große Verantwortung.

Ein Interview mit Heiner Geißler, der selber bergbegeistert ist, gibt es als Podcast zum anhören.

Hier noch alle Preisträger des diesjährigen Festivals:

Großer Preis der Stadt Tegernsee (€ 3.000,-)

»Mount St. Elias« von Gerald Salmina (Österreich)

Preis des DAV für den besten Alpinfilm in der Kategorie »Erlebnisraum Berg« (€ 1.000,-)

»The Asgard Project“ von Alastair Lee (Großbritannien)

Bester Film in der Kategorie »Lebensraum Berg« (€ 1.000,-)
»Himalaya – Le chemin du ciel« von Marianne Chaud (Frankreich)

Bester Film in der Kategorie »Naturraum Berg« (€ 1.000,-)
»A Prayer for the Windhorse« von John Murray (Nepal/Irland)

Bester Film in der Sonderkategorie »Trendsport am Berg« (€ 1.000,-)
»Birdman of the Karakoram« von Alun Hughes/John Silvester (Großbritannien)

Otto-Guggenbichler-Nachwuchspreis
»Kunst im Eis« von Michael Erhard, Deutschland

Beste Kameraleistung (undotiert)
»Dolma du bout du monde« von Veronique, Anne und Erik Lapied (Frankreich)

Überzeugendste Tierdarstellung (undotiert)
»Wilde Pyrenäen – Berge des Lichts« von Jürgen Eichinger (Deutschland)

Besondere Erwähnung der Jury (undotiert)
»Die Hebamme – Auf Leben und Tod« von Dagmar Hirtz (Deutschland)

Lobende Erwähnung (undotiert)
»Shortcut« von Dave Brown (Großbritannien)

Publikumspreis
“Über den Berg“ von Jan Kerckhoff (Deutschland)

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