Jodschwefelbad: Besucherzahlen bleiben hinter hoch gesteckten Erwartungen zurück

Von Redaktion

Die Winteröffnung des Jodschwefelbades wird zum Erfolg für Bad Wiessee und den Gemeinderat

Zweite Ergänzung vom 18. Januar / 11:53 Uhr
8,5 Prozent oder 156 Gäste. Das ist die exakte Steigerung der Besucherzahlen im Jodschwefelbad von 2009 auf 2010.

Im Jahr 2009 waren es noch 1.825 Besucher, die das Bad besucht haben. In 2010 kamen, nach dem umfangreichen Umbaumaßnahmen, 1.981 Gäste.

„Das sind jetzt noch nicht die sensationelle Steigerung. Wir haben uns da natürlich mehr erhofft. Aber es ist eine Entwicklung in die richtige Richtung“ so Bürgermeister Höß, der über die Besucherzahlen auf Antrag der CSU-Fraktion informierte.

In 2011 wird die TTT die Vermarktung des Jodschwefelbades übernehmen. Und dann sollte es eigentlich auch mit den Zahlen stärker aufwärts gehen. Zumindest ist das die Erwartungshaltung der Gemeinde, die sich damit eine professionellere und effizientere Vorgehensweise bei der Ansprache neuer Kunden für das Jodschwefelbad erhofft.

Dabei hat die TTT hat schon angekündigt, dass sie sich an den Zahlen wird messen lassen müssen. Spätestens in einem Jahr. Und dann auch wieder im Wiesseer Gemeinderat.

Ergänzung vom 17. Dezember mit der Überschrift „Jodschwefelbad in Wiessee: Winteröffnung auch bei Einheimischen sehr beliebt“
Vor drei Monaten hatte sich der Wiesseer Gemeinderat auf die diesjährige Winteröffnung des Jodschwefelbades geeinigt. Und heute kann man in einem ersten Fazit sagen: Es hat sich gelohnt. Der Bedarf ist da. Und die Besucherzahlen bewegen sich fast auf dem Niveau vom Sommer.

Gegenüber der Tegernseer Stimme hatte Hans Sparrer, Betriebsleiter des Jodschwefelbades deswegen auch nur positives zu vermelden:

Die Wannenbäder laufen hervorragend, was auch und vor allem mit dem Hautzentrum von Professor Kaiser zu tun hat. Und dann habe ich auch den Eindruck, dass sich viele Einheimische sagen: Jetzt ist Winter, da geh ich mal zum Baden. Da hab ich mehr Zeit.

Von der Resonanz bin ich selbst überrascht, da es für uns nur ein Test war. Aber wenn man sich die Zahlen so anschaut, kann man sie sogar mit den Zwischentagen im Sommer vergleichen.

Auch die eingeschränkten Öffnungszeiten im Winter müssen laut Hr. Sparrer teilweise erweitert werden, da die Zeit für die vielen Behandlungen nicht ausreicht. Trotzdem ist er zufrieden mit der Aufteilung der Winteröffnung, Die Aufteilung an 6 Tagen in der Woche immer im Wechsel jeweils vormittags oder nachmittags aufzumachen habe sich sehr gut bewährt.

Ursprünglicher Artikel vom 20. September:
Letzten Donnerstag stand das Thema „Jodschwefelbald – wie geht man damit um?“ auf der Tagesordnung des Wiesseer Gemeinderates. Alle, angefangen vom Bürgermeister, über die SPD und die Vertreter der CSU waren sich schnell darüber einig, dass man das Jodschwefelbad auch im Winter öffnen soll.

Dass sich im Wiesseer Gemeinderat alle einig sind, ist eher selten der Fall. Deswegen durfte auch gleich mal bei der Frage nach den Öffnungszeiten diskutiert werden.

Der Vorschlag vom Bürgermeister Peter Höß an drei Tagen aufzumachen wurde aber verworfen. Am Ende gab es einen einstimmigen Beschluss die Angebote des Jodschwefelbades für die Winteröffnung an 6 Tagen in der Woche zur Verfügung zu stellen. Wenn sich der Bedarf nicht einstellen sollte, wird man seitens der Gemeinde aber flexibel reagieren – sprich die Öffnungszeiten anpassen.

Das Werbekonzept für das Jodschwefelbad steht noch nicht

Viel entscheidender als die Öffnungszeiten war aber die Diskussion über die Werbung für das Jodschwefelbad. Beziehungsweise die derzeit noch nicht vorhandene Werbung. Leider ohne Ergebnis, wie die Zitate zeigen. Aber dafür gibt es ja dann den Kur- und Sportausschuss wie Fritz Niedermaier in seinem Beitrag bemerkte.

Alois Fichtner (CSU):Wir müssen das nur besser im Tal, im Landkreis und südlich von München bewerben. Dass genügend Besucher herkommen.“

Josef Brenner (CSU): „Die Werbung ist sehr schwierig, wenn man nicht durchgehend geöffnet hat.“

Robert Huber (SPD): „Eine Belebung ist dringend notwendig. Gezielt werben. Auf bestimmte Dinge konzentrieren. In einschlägigen Fachzeitschriften publizieren. Das müsste das Ziel sein.“

Stefan Hagn (FWG): „Das Jodschwefelbad muss spezieller beworben werden was den Einzugsbereich München betrifft. Ich möchte einen Bus sehen, der durch München fährt und auf dem anstatt „Skifahren in Christlum“ steht „Jodschwefelbad in Bad Wiessee“.

Fritz Niedermaier (FWG): „Die Diskussion über Werbung gehört in den Kurausschuss.“

Karl Sauer (CSU): „Christlum macht bei uns Werbung. Warum machen wir keine Werbung am Achensee?“

Kurt Sareiter (CSU): „Ich habe gehört, dass die TTT die Werbung in die Hand nehmen darf und soll. Ist da was dran? Und warum klappt das bisher nicht?“

Peter Höß (FWG): „Ein spezielles Werbekonzept steht noch nicht. Aber das müssen wir, gemeinsam mit der TTT, überdenken.“

Soweit die Wortmeldungen der Gemeinderatsmitglieder. Der passendste, da gefühlt objektivste Wortbeitrag kam allerdings vom Kämmerer Franz Ströbel. Sehr direkt machte er deutlich, was bei der Werbung nicht gut läuft und wie man es verbessern könnte.

„Was mir Kopf zerbrechen macht, ist die Werbung da draußen. Konzeptlos. Ideenlos. Da müssen wir uns dringend Gedanken machen. Nicht nur in welcher Zeitschrift werbe ich. Sondern auch wen will ich damit ansprechen. Aber das Problem haben wir auch bei anderen Themen wie z.B. beim Badepark.“


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