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Familien stehen in der Gemeinde im Fokus

Jugend schätzt Gmunder Dönerstand

Von Rose Beyer

In Gmund versucht man Familien sowohl bei der Wohnungssuche, als auch mit ausreichend Kita-Plätzen zu unterstützen. Trotzdem ist die Not an vielen Stellen groß. Der Jugend gefällt schon so einiges im Ort – ein paar Wünsche gab es dann aber doch.

Die Jugend findet den Dönerstand in Gmund klasse …

„Es vergeht keine Woche, wo nicht eine Familie bei mir im Büro steht”, so Bürgermeister Alfons Besel auf der Bürgerversammlung am vergangenen Donnerstag. Die Wohnungsnot ist groß in Gmund. Und der Markt gibt nichts mehr her. „Wenn man überhaupt von einem Markt sprechen kann“, so Besel. Dabei leiste die Gemeinde schon viel. Zwei Häuser mit 14 Wohnungen in der Hirschbergstraßen seien als Wohnraum geschaffen worden. 2,2 Millionen Euro belasten seither den Haushalt der Gemeinde.

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Im laufenden Jahr fänden weitere vier Familien in zwei 90-Quadratmeter-Wohnungen sowie zwei 98-Quadratmeter-Wohnungen in der Georg-Stöger-Straße ein barrierefreies Zuhause. Weitere 1,4 Millionen Euro, die die Gemeinde belasten. Für August sei der Einzug geplant. Bewerben könne man sich für die Wohnungen noch bis zum 22. März. Doch auch wenn die Schaffung von Wohnraum für die Gemeinde teuer sei, drei Vorteile hätte er allemal: man könnte Zuschüsse einstreichen, die man nicht zurückzahlen müsse, bekomme also an die 2 Millionen Euro vom Freistaat Bayern geschenkt. Man könne das kommunale Vermögen vermehren. Und man schaffe eine soziale Dividende.

Zu den bestehenden Sozialwohnungen seien noch weitere zwei bis drei Mehrfamilienhäuser in der Hirschbergstraße geplant. Beim dritten Haus ist sich der Gemeinderat jedoch noch nicht einig, ob nicht eine gewerbliche Nutzung sinnstiftender wäre. Der Bürgermeister sprach sich für diese aus, weil so vorhandene Gewerbestrukturen abgerundet würden. Alles in allem findet Besel die Hirschbergstraße mit ihren 34 Wohnungen auf 7.500 Quadratmetern ein Paradebeispiel an Wohnraumschaffung. Hier sei der Zielkonflikt „Wohnraum schaffen“ und mit „Platz sparend umgehen“ hervorragend gelungen. Man nutze das Planungsgebiet ressourcenschonend aus, meinte er. Seine Belobigung auf den kommunalen Wohnungsbau brachte ihm denn auch kräftigen Applaus des Publikums ein.

Familienfreundlich – aber kostenintensiv

Gmunds Plan der Familienfreundlichkeit geht aber in anderen Bereichen scheinbar auf. Kürzlich wurde eine zusätzliche Nachmittagsgruppe gegründet. Um alle Kinder unterzubringen, wurde die Gruppenstärke von zehn auf elf erhöht und ein bis zwei Kinder wurden in anderen Einrichtungen untergebracht, wie Besel von Kindergarten, -krippe und -hort berichtete.

Bis zum Jahr 2020 seien jedoch weitere 15 Kleinkinder in der Krippe sowie zwölf im Kindergarten unterzubringen. Die Zahlen im Hort entwickelten sich stabil. In der Kinderkrippe soll es deshalb bald eine weitere – vierte – Gruppe mit zwölf Kindern geben. Hierzu ist ein Anbau an das bestehende Krippengebäude geplant. Die Planungen laufen auf Hochtouren. Aber den Haushalt werden weitere 640.000 Euro belasten. Die Fertigstellung ist für Februar 2020 angesagt.

Was sich die Jugend wünscht

Auch das Piusheim bedarf einer Erneuerung: es ist vorgesehen, den Eingangsbereich zu überdachen und den Zugangsbereich neu zu gestalten, außerdem im Innenbereich einige Schönheitsreparaturen zu tätigen. Besel freute sich nur vordergründig über den Plan im deutschen Koalitionsvertrag, in dem Kinderfreundlichkeit beschlossen wurde. Umsetzen müssten die nämlich letztendlich die Kommunen. Nichtsdestotrotz hatte er auch viel Positives zu berichten. In etwa die Jungbürgerversammlung.

Insgesamt seien zur letzten 31 Jugendliche gekommen und man hätte über diverse Themen diskutiert. So darüber was in Gmund gut ist und so bleiben soll, Freizeitaktivitäten und Veränderungswünsche. Die Jungbürger schätzen jedenfalls besonders den Dönerstand, den sauberen See, die Eisdielen und die Feuerwehr. Als Wünsche sind im Visier: ein Bikepark, ein Wassertrampolin, ein Beachvolleyballplatz, ein Trailpark und eine Jugendzeitung. Immerhin: Beachvolleyballplatz sowie Zeitung sind bereits in Erarbeitung.

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