Warnstufe zur Waldbrandgefahr auf vier erhöht

Luftüberwachung gegen Waldbrände

Von Redaktion

Aktualisierung vom 17. März / 16:01 Uhr
Die weiter gestiegene Waldbrandgefahr im Landkreis hat die Regierung von Oberbayern dazu veranlasst, ab morgen eine tägliche Beonachtung aus der Luft anzuordnen.

Vorerst gilt die Anordnung bis zum kommenden Freitag. Die Waldbrandstufe wurde auf vier erhöht. Vor allem Zigarettenstummel können zur Gefahr werden.

Ab morgen werden gefährdete Bereiche zusätzlich aus der Luft überwacht. Foto: Archivbild
Ab morgen werden gefährdete Bereiche zusätzlich aus der Luft überwacht. Foto: Archivbild

In der Mitteilung der Regierung heißt es, dass aufgrund der zunehmenden Trockenheit für einzelne Bereiche in Oberbayern eine hohe Waldbrandgefahr (Stufe 4) ausgerufen wurde. Besonders gefährdet sind Wälder auf leichten sandigen Standorten mit geringem Bewuchs, sonnige Waldlichtungen und Waldränder.

Durch die Überwachung aus der Luft will man das Risiko unentdeckter Brände eindämmen. Die Einsatzkosten für die zusätzliche Luftbeobachtung werden aus Mitteln des Katastrophenschutzes finanziert. Die ehrenamtlichen Piloten werden von der Luftrettungsstaffel Bayern gestellt.

Grundsätzlich bedeutet die Waldbrandstufe vier, dass jegliches offenes Feuer, zum Beispiel das gezielte Abbrennen von Gartenabfällen, in Waldnähe verboten ist. Außerdem sollte im Wald und auf offenen Wiesen nicht geraucht werden. Vor allem weggeworfenen Zigarettenstummel können katastrophale Folgen haben.

Die Warnung und die zusätzliche Luftüberwachung gelten vorerst bis einschließlich kommenden Freitag, 21. März.

Ursprünglicher Artikel vom 13. März / 15:27 Uhr

Mit dem guten Wetter steigt auch die Waldbrandgefahr. „Es ist ausgetrocknet wie im Hochsommer“, sagt der Kommandant der Wiesseer Feuerwehr, Christian Stiglmeier. Grund für diese Trockenheit sind das derzeitige stabile Hoch und der vorangegangene schneearme Winter.

Wie schnell Grünflächen dann Feuer fangen können, hat sich erst gestern gezeigt: Drei Jugendliche steckten mit weggeschmissenen Zigaretten in Bad Wiessee eine große Wiese in Brand.

In Wiessee ist gestern eine Wiese hinter der Spielarena in Brand geraten
In Wiessee ist gestern eine Wiese hinter der Spielarena in Brand geraten.

Das schöne Frühlingswetter hat auch negative Seiten: Die Waldbrandgefahr steigt. Die Gefahrenstufe in der Region liegt derzeit bei drei (mittlere Gefahr) von maximal fünf (sehr hohe Gefahr). Vorsicht ist also angebracht. Wie Stiglmeier sagt, ist es für März viel zu trocken. Gerade die Kombination aus Wind und Trockenheit fördere Brände: „Man muss sehr aufpassen und nirgends ein Feuer machen.“

Brand schnell unter Kontrolle

Auch Stefan Pratsch von den Staatsforsten mahnt zur Vorsicht: „Gerade im Frühling wird die Gefahr gerne mal unterschätzt. Dabei kann bereits eine einzelne Zigarettenkippe einen Brand auslösen.“ Genau das passierte gestern scheinbar drei Jugendlichen in Bad Wiessee. Diese wurden gegen 14:45 Uhr auf einer Wiese zwischen dem Hügelweg und der Wilhelminastraße beim Rauchen beobachtet.

Kurz nachdem sie ihre Kippen ‚ausgemacht‘ hatten, fing das trockene Gras auf der Wiese Feuer. Die Jugendlichen ergriffen daraufhin die Flucht. Die verständigte Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen. Wie Stiglmeier berichtet, war das Feuer in etwa zehn Minuten unter Kontrolle. Abgebrannt ist eine rund 20 mal 40 Meter große Fläche. Die Polizei konnte die Jugendlichen allerdings nicht mehr ergreifen. Beschreibungen zufolge waren alle männlich, etwa 14 bis 15 Jahre alt, trugen blaue Jeans und hatten braune Haare. Einer war mit einem weißen Kapuzenpullover bekleidet, die anderen beiden trugen ein graues beziehungsweise ein weißes Sweatshirt.

Die Beamten bitten nun um Mithilfe. Wer sachdienliche Hinweise zu den drei Jugendlichen geben kann, kann sich direkt mit der Polizeiinspektion Bad Wiessee unter der Telefonnummer 08022/98780 in Verbindung setzen.


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