Polizei kann Fahrer nur schwer stoppen

Kamikaze-Trip auf A8

Gestern Abend gegen 20 Uhr spielten sich dramatische Szenen auf der A8 ab. Ein Skodafahrer fuhr Schlangenlinie, krachte in die Mittelleitplanke und die Leitpfosten, konnte aber von der Polizei nicht gestoppt werden.

Am 17.03.19 um 20.00h ging ein Notruf bei der Einsatzzentrale der Polizei in München ein. Ein Kollege der Polizeiinspektion Unterhaching hatte seinen Spätdienst beendet und befand sich auf dem Heimweg nach Rosenheim. Er war gerade an der Anschlussstelle Unterhaching-Ost auf die Autobahn aufgefahren, als er einen vor ihm fahrenden Skodafahrer bemerkte.

Der Fahrer dieses Pkw aus Dachau fuhr in Schlangenlinien und gefährdete dadurch andere Autofahrer. Die Beamten der Autobahnpolizei Holzkirchen stellten sich im Bereich der Anschlussstelle Holzkirchen auf, um den Skodafahrer abzufangen. Noch bevor der Skoda Holzkirchen erreichte, krachte er rund 2 Kilometer vor der Tank- und Rastanlage Holzkirchen Süd in die Mittelleitplanke. Davon unbeeindruckt, setzte er seine Fahrt in Richtung Süden fort.

Fahrter kracht in Leitpfosten und fährt weiter

Der Kollege der PI Unterhaching blieb hinten dran und warnte den nachfolgenden Verkehr mittels eingeschaltetem Warnblinklicht. An der Anschlussstelle Holzkirchen wurde der Skodafahrer vom Streifenteam der APS Holzkirchen „aufgenommen“. Mit dem Signal „Bitte Folgen“ sollte er dazu bewegt werden, die Autobahn in Weyarn zu verlassen. Die Anhalteversuche der Streife ignorierte der Fahrer jedoch.

Ein weiterer Versuch, das Auto im Bereich Seehamer See von der Autobahn zu bekommen, schlug wieder fehl. Der Mann setze zwar den Blinker und deutete an, auf den Parkplatz folgen zu wollen, doch im letzten Moment zog er nach links wieder auf die Autobahn. In der Leitzachsenke kam der 53-jährige Fahrer nach rechts von der Fahrbahn ab und überfuhr zwei Leitpfosten, um dann erneut die Fahrt Richtung Süden fortzusetzen.

Führerschein erneut weg

Erst auf der Abfahrtspur der Anschlussstelle Irschenberg konnte der Skodafahrer ohne Gefahr für andere Autofahrer gestoppt werden. Es stellte sich schnell heraus, dass Alkohol im Spiel war. Der Alko-Test ergab rund 2,5 Promille. Der Führerschein, den der Lehrer erst seit kurzer Zeit wiederhatte, wurde sichergestellt. Die anschließende Blutentnahme erfolgte im KH Agatharied.

Am Pkw entstand Sachschaden in Höhe von rund 5000 EUR. An den Verkehrseinrichtungen entstand ein Schaden in Höhe von rund 1000 EUR. Der Lehrer wird mit einem hohen Strafmaß rechnen müssen.


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