Keine der Varianten konnte überzeugen

von Rose Beyer

Bauen am Leeberg ist nicht unumstritten. Etliche Flächen liegen direkt im Hang. Trotzdem ist der Wunsch nach einem Traumhaus wegen der exponierten Lage mit dem einzigartigen Seeblick groß.

Pläne um das Grundstück Froumundstraße 3 – neben der Wiese zum Stieler-Denkmal gelegen – hatte der Bauausschuss bereits mehrmals auf dem Tisch. Jetzt wollte der Eigentümer dort ein Ensemble mit drei Einfamilienhäusern verwirklichen. Der Bauausschuss lehnte ab.

In der Froumundstraße am Leeberg ist schon jetzt ein großes Bauprojekt im Gange
In der Froumundstraße am Leeberg ist schon jetzt ein großes Bauprojekt im Gange

Für Unmut bei Anliegern hatten in der Vergangenheit Sprengungen gesorgt, die für die
Bauarbeiten auf einem Nachbargrundstück an der Froumundstraße nötig wurden – ein Grundstück, das mitten im Berg gelegen ist. Folglich mussten der Hang und etliche Kubikmeter Stein und Geröll erst mal beiseitegeschafft werden, bevor Bauarbeiten überhaupt möglich waren.

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Ensemble aus drei Häusern geplant

Theoretisch kann das genannte Grundstück der Hausnummer drei bebaut werden. Nur was genau dort entstehen soll, ist noch unklar. Der Plan, dort Mehrfamilienhäuser zu errichten, wurde bereits aufgegeben. Jetzt geht es darum, über zwei Anträge auf Vorbescheid für drei Einfamilienhäuser zu entscheiden. Bettina Koch vom Tegernseer Bauamt trug den Ausschussmitgliedern die beiden Varianten vor.

Drei Häuser mit Garagen sollen auf der Fläche entstehen. Dabei unterscheiden sich Variante 1 und 2 lediglich in Abmessung und Position von Haus 2. Bei beiden Varianten liegt das Haus 1 jedoch komplett im Außenbereich sowie das Haus 3 mit dem südlichsten Teil im Außenbereich. Deshalb wollte der Bauausschuss dem Vorhaben nicht zustimmen.

Keine Bebauung im Außenbereich

„Die Fläche zum Stieler-Denkmal soll nicht weiter bebaut werden“, so Bürgermeister Peter Janssen. Die prägnante Wiese sei es wert, sie zu erhalten. Denn schließlich „geht es hier nicht um ein kleines Häusl, sondern um drei richtig große“, so der Rathaus-Chef zu den 18 Meter lang geplanten Gebäuden.

Zwar hatte man kurz gezögert, ob man das im Innenbereich liegende Gebäude – Haus 2 – tolerieren solle. Da jedoch der Eigentümer dasGanze als Ensemble sehe, könne man auch gleich das Ganze ablehnen, so Janssen. „Über Varianten machen wir uns keine Gedanken“, ergänzte Dr. Martina Niggl-Fisser. Nun hofft man auf das Einsehen des Landratsamtes, das Vorhaben ebenso abzulehnen.

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