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Kennzeichenklau: Darum wird es gestohlen

Von Extern

In der Bundesrepublik werden jährlich circa 100.000 Kfz-Kennzeichen gestohlen. Jedoch bleibt der Diebstahl des Nummernschildes dabei in der Regel nicht die einzige Straftat, die begangen wird. Im Anschluss werden mit dem fremden Kennzeichen noch weitere illegale Taten begangen.

Diejenigen, die Opfer eines Kennzeichendiebstahls geworden sind, benötigen natürlich ein neues Kennzeichen für ihr Fahrzeug. Ein Miesbacher Kennzeichen kann dann beispielsweise einfach und unkompliziert online reserviert werden.

Kennzeichen fest verschrauben

Für den Klau der Kennzeichen benötigen Diebe in der Regel nur wenige Sekunden, da der Standard in Deutschland gesteckten statt geschraubten Kennzeichen entspricht. Zwar sind einige Autohändler der Meinung, dass auch ein festgeschraubtes Kennzeichen den Täter nicht von dem Diebstahl abhalten würde, der Rat der Polizei lautet jedoch anders.

Grundsätzlich wird es so empfohlen, den Klau des Kennzeichens für die Diebe möglichst schwierig zu gestalten. So besteht die Chance, dass sie sich einem anderen Fahrzeug zuwenden, wenn das Nummernschild fest verschraubt ist.

Bei festgeschraubten Kennzeichen schlagen die Täter in der Regel nur dann zu, wenn sie die jeweilige Kombination aus Buchstaben und Ziffern unbedingt haben wollen.

Straftaten mit gestohlenen Nummernschildern

Bei dem Diebstahl von Kfz-Kennzeichen handelt es sich in den meisten Fällen nur um den Anfang von weiteren Vergehen. Ein spektakulärer Bankraub wird dennoch nur selten mit ihnen durchgeführt. Oft benötigen die Täter zum Beispiel nur die gültige HU-Plakette, um diese auf andere Kennzeichen von Fahrzeugen zu übertragen, welche die Hauptuntersuchung normalerweise überhaupt nicht mehr bestehen würden.

In dem Großteil der Fälle werden die gestohlenen Nummernschilder jedoch genutzt, um an Tankstellen Spritdiebstähle durchzuführen. Desto höher die Preise für Sprit liegen, je häufiger kommen diese Vergehen vor. Bei dem Jahr 2013 hat es sich beispielsweise um ein wahres Rekordjahr gehandelt, in dem die Rechnung an der Tankstelle von mehr als 90.000 Autofahrern nicht bezahlt wurde. Diese beeindruckende Zahl gibt jedoch keinen Aufschluss darüber, ob im Zuge der Tat auch gestohlene Kennzeichen eingesetzt wurden.

Polizei einschalten bei Kennzeichendiebstahl

Der Diebstahl des Kfz-Kennzeichens geht für die rechtmäßigen Besitzer nicht nur mit einem großen Ärger einher, sondern oft auch mit nicht zu unterschätzenden Kosten. Dies gilt insbesondere, wenn der Klau des Kennzeichens nicht in Deutschland, sondern im Ausland passiert. Die neuen Kennzeichen müssen dann nämlich im ersten Schritt wieder in Deutschland beantragt und gefertigt werden, um das Auto wieder nach Hause zu bringen.

Grundsätzlich müssen diejenigen, die Opfer eines Kennzeichendiebstahls geworden sind, die Polizei darüber umgehend informieren. Natürlich darf die Polizeiwache jedoch nicht mit dem betroffenen Fahrzeug selbst aufgesucht werden, da dies ohne ein amtliches Kennzeichen nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden darf.

Wurde die Polizei informiert, ist im nächsten Schritt die lokale Zulassungsbehörde aufzusuchen. Um neue Kennzeichen zu beantragen, sind das eventuell noch vorhandene Kennzeichen, der Reisepass oder der Personalaufweis ,Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief sowie die Bescheinigung über die gültige Haupt- und Abgasuntersuchung notwendig. Die Zulassungsbehörde benötigt darüber hinaus ebenfalls die Diebstahlanzeige der Polizei.

Sperrung des gestohlenen Nummernschildes

Für die kommenden zehn Jahre wird nach dem gestohlenen Nummernschild dann gefahndet.

Da auch der Fahrzeugbrief und der Fahrzeugschein nach einem Kennzeichendiebstahl neu ausgestellt werden, gehen mit dem neuen Kennzeichen, das natürlich eine andere Buchstaben- und Zahlenkombination enthalten muss, Kosten von circa 100 Euro einher.

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