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Hartpenninger Halteverbot zum Schutz der Schulkinder

Kinder wichtiger als warme Semmeln

Von Marius Mestermann

Das unablässige Drängen hat sich gelohnt: Vor der alten Grundschule in Hartpenning gibt es seit kurzem ein Halteverbot. Viele Brötchenliebhaber wird der verlorene Parkplatz schmerzen, doch die Sicherheit der Schulkinder ging vor.

Problem und Lösung: Drei Schilder für die Sicherheit der Hartpenninger Schulkinder.
Problem und Lösung: Drei Schilder für die Sicherheit der Hartpenninger Schulkinder.

Die Kinder sagen, es sei gefährlich. Die Schulweghelfer auch. Doch erst als die Bürgerinitiative „Hartpenning muckt auf“ bei der Gemeinde Holzkirchen Druck macht, geht alles ganz schnell: An der Schulbushaltestelle im Zentrum Hartpennings wurde am Mittwoch ein absolutes Halteverbot eingerichtet.

Karsten Hense von „Hartpenning muckt auf“ ist mit dem Ergebnis erst mal zufrieden: „Wir waren da jetzt schon ein paar Wochen dran.“ Zu den Gemeindevertretern habe er beim jüngsten Runden Tisch zum Thema Schulbus gesagt:

Ihr müsst unbedingt was tun, sonst liegt irgendwann ein Kind unterm Auto.

Problematisch sei laut Hense vor allem gewesen, dass die Fläche vor dem alten Grundschulgebäude regelmäßig von parkenden Autos blockiert wurde.

Parkende Brötchenkäufer

So konnte der Schulbus nicht in die Bucht einfahren, sondern musste die Kinder an der Straße einsteigen lassen. 50 bis 60 Schüler warten dort jeden Morgen auf den Bus, schätzt Patrick Koper vom Amt für öffentliche Sicherheit und Ordnung. Doch bei Schnee und Eis seien die schraffierten Sperrzonen, die bereits im November 2014 aufgemalt wurden, natürlich nicht sichtbar.

Für Klarheit sollen nun zwei Halteverbotsschilder und eine Bushaltestellenschild sorgen. Wer künftig in der nahegelegenen Bäckerei einkaufen will, muss sich einen anderen Parkplatz suchen. Denn jetzt hat die Gemeinde endlich „eine Handhabe“, wie Hense es formuliert. Damit die neue Regelung auch eingehalten wird, will unter anderem die Polizei verstärkt ein Auge auf die Zone werfen.

Koper macht jedoch klar, dass es sich lediglich um eine „temporäre Lösung“ handle. Man werde die Entwicklung beobachten und dann über das weitere Vorgehen entscheiden, heißt es aus dem Holzkirchner Rathaus. Zeitlich begrenzt ist das Halteverbot jedoch nicht: Es gilt den ganzen Tag. Denn der Schulbus hält fünfmal in Hartpenning – einmal in der Früh, dreimal zur Mittagszeit, einmal am Nachmittag.

Die eigentliche RVO-Haltestelle (links im Bild) bietet nicht genug Platz zum Warten für alle Schüler.
Die eigentliche RVO-Haltestelle (links im Bild) bietet nicht genug Platz zum Warten für alle Schüler.

Eine Forderung von „Hartpenning muckt auf“ kann die Gemeinde allerdings nicht erfüllen: Ein absolutes Durchfahrtsverbot. Zwar sei es ärgerlich, dass Autofahrer die Bucht mitunter zum Umfahren der Ampel benutzen. Doch laut Koper würde durch ein Durchfahrtsverbot auch der Zugang zum angeschlossenen Kirchenparkplatz versperrt – und das sei nicht Sinn der Sache.

Karsten Hense denkt allerdings bereits an weitere Verbesserungsvorschläge, die bislang noch nicht umgesetzt wurden. In einem umfangreichen „Gesamtmaßnahmenkatalog“ habe man im vergangenen Jahr bereits Anregungen gemacht. So wünschen sich Henses Mitstreier unter anderem eine Neugestaltung der Abzweigung zur Kleinhartpenninger Straße: „Die Kinder müssen da gleichzeitig in drei Richtungen schauen.“ Dort wäre es sinnvoll, einen sicheren Fußgängerweg für die Schüler einzurichten. Doch das ist noch Zukunftsmusik.

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