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Warum die Holzkirchner Realschule eine "Film-Klasse" anbietet

Großes Kino im Klassenzimmer

Von Laura Lorefice

Film ab! Filmemachen ist in der Oberland Realschule nichts neues. Ab der siebten Klasse dürfen die Schüler mit der Kamera arbeiten. Doch ab kommendem Schuljahr soll es jetzt eine neue Film-Klasse geben.

In der Holzkirchner Oberland-Realschule startet eine „Filmklasse“ erstmals schon in der 5. Jahrgangsstufe. © kn
In der Holzkirchner Oberland-Realschule startet eine „Filmklasse“ erstmals schon in der 5. Jahrgangsstufe.

Unsere Welt digitalisiert sich immer mehr: iPads, Smartphones und YouTube gehören längst zum Leben dazu. Vor allem für heranwachsende Teenager sind Filme ein wichtiges Medium, mit dem sich  die Schüler ausdrücken. Genau hier möchte die Oberland Realschule in Holzkirchen tiefer einsteigen und die Begeisterung für Filme fördern.

Seit acht Jahren dürfen Schüler ab der siebten Klasse im Rahmen eines Wahlpflichtfaches selbst mit der Kamera arbeiten und Filmprojekte entwickeln. Schüler können hier in sogenannten Film-Klassen eigene Ideen audiovisuell umsetzen. Solch ein Konzept ist  in Bayern noch ganz neu. Sekretärin Simone Seitz freut sich: „Meines Wissens wird so etwas nur in insgesamt drei Schulen angeboten und wir sind als Realschule mit dabei“.

Ab Herbst kommen die neuen Film-Klassen

Ab dem kommendem Schuljahr 2016/17 sollen jetzt auch schon die Fünftklässler in das schulische Filmgeschäft einsteigen können. Auf der Website der Schule heißt es: „In der Filmklasse wird die zentrale Rolle des Films im Leben der Jugendlichen bedacht und die Grundlagen für eine verantwortungsvolle und kreative Teilnahme an der heutigen Mediengesellschaft vorbereitet.

In zwei Stunden pro Woche wird das Fach „Film“ neben den Pflichtfächern unterrichtet und ist damit eine schöne Abwechslung im stupiden Lernalltag. Im Zentrum steht der praktische und projektorientierte Umgang mit dem Medium Film. Dabei sollen auch theoretische Grundlagen wie Kameratechnik, Licht und Ton so praxisnah wie möglich vermittelt werden. Auch schauspielerische Übungen gehören zum Unterricht.

Persönliche Kompetenzen spielerisch fördern

Dadurch, dass die Schüler immer wieder auch spielerisch „Hemmschwellen“ überwinden müssen, wird insbesondere die Persönlichkeitsentwicklung und das Selbstbewusstsein gefördert. Durch das gemeinschaftliche Üben und kreative Arbeiten wird zudem meist das Klassenklima und das Gemeinschaftsgefühl gestärkt. Sebastian Wanninger, Lehrer für die Fächer Englisch, Kunst, Werken und IT betreut die Film-Klassen. In über zehn Jahren hat er bereits über 30 Filme gemeinsam mit Schülern umgesetzt.

Auf der Infoseite der Schule zum Fach Film schreibt er: „Die Filmklasse ist eine sehr spannende Sache, weil das Medium uns eine unglaubliche Vielfalt an Möglichkeiten bietet (z. B. Kurzspielfilm, Trickfilme, Werbespot, Tutorial, Experimentalfilme, etc.) […] Man sollte auch nicht vergessen, dass das Medium Film als das wesentliche Leitmedium des 21. Jahrhunderts noch nicht die Berücksichtigung im Schulalltag findet, die es eigentlich verdient“. Dem möchte die Oberland Realschule mit ihren Film-Klassen entgegen steuern.

Für das aufwändige Equipment fällt für die Filmschüler ein Jahresbeitrag von 30 Euro an. Weitere Informationen zu den Filmklassen gibt es hier.

 

 

 

 

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