Bald geht's schneller in Valley
Kohle für mehr Tempo

von Nina Häußinger

Ein schnelles Internet ist heutzutage ein zwingender Standortfaktor. Doch auf dem Land ist das Speed-Surfen oft noch schwierig. Die Gemeinde Valley darf sich freuen – für Geschwindigkeit gibt’s jetzt Kohle. Doch nicht alle haben das nötig.

Holzkirchen steht in Sachen Breitbandausbau ganz vorne – Valley darf sich jetzt über eine Verbesserung freuen / Archivbild

Viele Ortsteile im Oberland verfügen noch immer nicht über „schnelles Internet“. „Schnell“ bedeutet, die Kunden sollten mit einer Geschwindigkeit von mindestens 30 MBit pro Sekunde surfen können. Doch die Gemeinden im Tal nehmen das Problem ernst und spornen sich gegenseitig an, den Breitbandausbau in Angriff zu nehmen.

So hat beispielsweise Valley neben anderen Gemeinden im vergangenen Jahr eine Bestandsanalyse und Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese Studie ist der erste Schritt, um in das Förderprogramm des Freistaates einsteigen zu können. Hierbei unterstützt der Staat die Gemeinden beim Breitbandausbau mit einem finanziellen Zuschuss.

Die Bereiche ohne die genannten 30 MBit fallen in Valley noch groß aus – das überrascht nicht wirklich. Teile wie Unterdarching und Sollach verfügen aber bereits über Internet mit schneller Geschwindigkeit.

Valley wird gefördert

Jetzt dürfen sich die Valleyer freuen. . Mit 50.000 Euro fördert der Bund die Planungen für den Ausbau. Im Anschluss, so heißt es in einer Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan (CSU), könne auch der konkrete Ausbau gefördert werden.

Mit einem groß angelegten Förderprogramm investiert der Bund insgesamt vier Milliarden Euro, insbesondere in den Netzausbau im ländlichen Raum. Neben Valley bekommen Lenggries, Miesbach und Tegernsee den Zuschuss. Radwan dazu:

In Zeiten der Digitalisierung ist eine Anbindung an das schnelle Internet grundsätzlich kein Standortvorteil mehr, sondern zwingender Standortfaktor. Unterversorgte Gebiete sind im wirtschaftlichen Wettbewerb klar im Nachteil.

Auch weiterhin können sich Gemeinden für eine Förderung aus dem Breitbandausbau-Programm des BMVI bewerben. Im Rahmen des vierten Förderaufrufs können Anträge noch bis zum 28. Februar 2017 eingereicht werden. Das haben nicht alle Orte nötig.

In Holzkirchen beispielsweise ist man bereits mit dem Breitbandausbau fertig und damit eine der ersten Gemeinden, die den kompletten Ausbau abgeschlossen hat. Damit hat Holzkirchen den Breitbandausbau nicht nur als erste Gemeinde im Landkreis komplett abgeschlossen, sondern die Bürger hier verfügen auch noch über das schnellste Internet im Vergleich zu den umliegenden Kommunen.


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