Kommentar: Die liebe Schule

Von Redaktion

MEINUNG!!!

Die Rottacher Hauptschule bleibt in Rottach. Das hat auch der Tal-Schulverband mehrstimmig so beschlossen. Die Bürger haben das entschieden: Die Wiesseer, die Kreuther und ganz zum Schluss auch die Rottacher. Vom Tisch ist das Thema deswegen noch lange nicht. Der nächste Streit ist fast schon vorprogrammiert. Der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing will alles dafür tun, dass über Umwege doch noch irgendwie, mit Biegen und Brechen eine Mittelschule im Tal entsteht. Sein Vorschlag: Rottach und Waakirchen sollen sich zusammen schließen. Der Rottacher Bürgermeister Franz Hafner, macht klar, dass man für die Rottacher Hauptschule „möglichst wenig Geld in die Hand nehmen“ will. Das lohne sich nicht mehr bei den immer weiter sinkenden Schülerzahlen. Vielleicht will er sich das Geld aber auch einfach sparen, um doch noch für einen neuen Standort gerüstet zu sein.

Die Schule in Rottach ist also keineswegs gesichert. Die Schülerzahlen werden auch in Zukunft nicht steigen. Und früher oder später wird einfach das Geld ausgehen. Oder die Lehrer werden für die paar Schüler nicht mehr bewilligt. Oder der Standort wird von ganz oben einfach aufgelöst – keine Kinder, keine Schule. Die große Angst der Eltern wird vielleicht schneller Realität, wie manchen lieb ist.  Und dann heißt es fahren. Nach Miesbach oder Holzkirchen. Im Besten Fall nach Waakirchen. Mit etwas mehr Weitsicht hätte die morgendliche Fahrt schon in Gmund zu ende sein können.

Aber eins muss man der Fairness halber auch zugeben: Für die Eltern, die sich jetzt quer gestellt haben, wird alles beim alten bleiben. Maximal fünf Jahre gehen ihre Kinder noch in die Hauptschule. So lange wird sich wahrscheinlich nichts grundlegendes ändern. Wie die Situation für die nächste Generation oder die übernächste aussieht, weiß heute allerdings niemand. Wahrscheinlich interessiert das auch niemand. Nach mir die Sintflut.

Vielleicht mag es verbohrt klingen, wenn der Gmunder Bürgermeister einfach nicht aufgeben will und ständig neue Alternativen für den Schulstandort Tegernseer Tal auf den Tisch bringt. Sinn macht es. Je schneller man selbst eine langfristige Lösung für das Tal findet, desto eher wird sich vermeiden lassen, dass irgendwann andere über den Standort Hauptschule Tegernseer Tal entscheiden. Und der wird dann mit dem Tal wahrscheinlich wenig zu tun haben. Der ist dann irgendwo. Im Landkreis.

Den jetzigen Kindern und Eltern wird das dann aber endgültig egal sein.


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