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Kommt Schulschach als Schulfach?

Von Redaktion

So wie hier könnte es zukünftig an unseren Schulen aussehen - Schach spielende Kinder so weit das Auge blickt

Sicher ist, auf der Gemeinderatssitzung in Gmund wird Schulschach als Schulfach und die damit verbundene Finanzierung ein Thema sein. Wir gehen aber davon aus, dass es auch in den anderen Gemeinderatssitzungen – und davon gibt es 4 in der nächsten Woche – besprochen werden wird. Warum ist das ganze auf einmal so ein “großes” Thema? Wer steckt dahinter? Und was bringt es am Ende den Kindern? Ein Erklärungsversuch. Der ehemalige Schachfunktionär und jetzige Schachlehrer Horst Leckner möchte im gesamten Landkreis Miesbach Schach als Unterrichtsfach einführen. Das will er eigentlich schon seit Jahren. Aber dieses Jahr sieht es für den umtriebigen Waakirchner ganz gut aus. Und wenn es nach Ihm ginge, könnte schon im nächsten Schuljahr der regelmäßige Schachunterricht an allen Grund-, Haupt- und Realschulen sowie den zwei Gymnasien des Landkreises starten.

Sein Konzept: Zwei professionelle Schachtrainer unterrichten die Schüler je eine volle Stunde pro Woche. Die freiwilligen Kurse sind mit maximal 15 Schülern besetzt und werden, nach Leistung der Schüler, vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen gestaffelt.

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Das Ziel: Schach verbessert nachweislich die Konzentration, das Wahrnehmungsvermögen, die Leistungsmotivation sowie die Sozialkompetenz der Schüler. Laut Leckner verbessert sich das alles, regelmäßiges Training vorausgesetzt, nach neun bis zwölf Monaten.
Unserer Recherche nach gibt es viele Schulen, die Schach systematisch zur Unterstützung der Kinder anbieten. Eine sehr gute Beschreibung haben wir auf der Webseite der Wildschwanbrooker Schule in Hamburg gefunden:

“Die geistige Konzentration und Ausdauer sowie schlussfolgerndes Denken, Partnerorientierung und Handlungsplanung werden stark gefördert. Durch das Schach spielen lernen Kinder sich einen längeren Zeitraum zu konzentrieren, was sich positiv auf das Lernvermögen in der Schule auswirkt.
Schach hilft Kindern, mannigfaltige Fähigkeiten und Charaktereigenschaften zu entwickeln, die im täglichen Leben sehr wichtig sind: Logik, die Fähigkeit Dinge zu Ende zu denken, selbständig Entscheidungen zu treffen und die Fähigkeit Verantwortung dafür zu übernehmen.”

Seine Planung: Finanziell sollen sich alle 27 Schulen, die 17 Kommunen sowie der Landkreis beteiligen. Denn jährlich kosten Schachlehrer und Lehrmaterial, nach Leckners Schätzung, 120.000 Euro. 30 000 Euro hat bereits die Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee zugesichert. Der Landkreis soll laut Leckner 25.000 Euro übernehmen. Die Ganztagesschulen werden 5.000 Euro zuschießen. Und zudem sollen sich, so der Plan, die Kommunen ihrer Größe entsprechend beteiligen. Für die Gemeinden im Tal würde das ganze, je nach Größe, etwa 1.500 – 2.000 Euro im Jahr kosten.

Seine Fürsprecher: Schulamtsleiter Peter Huber und alle Rektoren haben sich bereits für das Projekt ausgesprochen. Arnfried Färber, der stellvertretende Landrat, ist ebenfalls dafür.
Sicherlich kommt Herrn Lecker auch seine langjährige Erfahrung auf dem Gebiet zugute. Und nicht zuletzt gibt er bereits Schachunterricht an der Grund- und Realschule in Bad Wiessee.

Aber das gesamte Konzept und die Finanzierung steht und fällt mit der Zusage der Gemeinden. Aus dem Grund will Horst Leckner das Konzept am Montag allen Bürgermeistern des Landkreises vorstellen. Und wenn sich die Bürgermeister dafür entscheiden sollten, werden wir das Thema sicherlich auf den 5 Gemeinderatssitzungen in der nächsten Woche wieder sehen.

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