Kreidl verzichtet auf Sitz im Kreistag

von Nina Häußinger

Wird Jakob Kreidl zurück in die Politik finden und den freigewordenen Platz im Miesbacher Kreistag einnehmen? Das war die Frage, die in den vergangenen Tagen viele beschäftigte. Der CSU-Kreisverband erklärt nun schriftlich, wie sich der Ex-Landrat entschieden hat.

Jakob Kreidl verzichtet auf seinen Platz im Kreistag und damit auf ein politisches Comeback
Jakob Kreidl verzichtet auf seinen Sitz im Kreistag und damit auf ein politisches Comeback

Wie berichtet, wird durch den am Sonntag verstorbenen Vize-Bürgermeister von Kreuth und CSU-Kreisrat Bernd Rohnbogner Platz 21 der CSU-Liste im Kreisrat vakant. Nachrücken sollte eigentlich Josef Schaftari. Durch seine hauptamtliche Tätigkeit im Landratsamt sah er jedoch einen Interessenkonflikt und verzichtete auf seinen Sitz im Kreistag.

Eine Verzichtserklärung, mit der der Weg für Jakob Kreidl als Nummer 23 frei wurde. Wie der CSU-Kreisverband jetzt mitteilt, verzichtet auch Jakob Kreidl auf den Sitz im Kreistag. Hierzu heißt es:

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Nach reiflicher Überlegung und auch nach Rücksprache mit politischen Freunden und Weggefährten und vor allem auch im Interesse seiner Familie, kam Jakob Kreidl zu dem Ergebnis, dass er das Mandat nicht annehmen wird.

Für diese Entscheidung bittet Kreidl vor allem die Landkreisbürger, die ihm nach wie vor wohlwollend gegenüberstehen und ihn gerne im Kreistag gesehen hätten, um Verständnis. Im Rahmen einer Gesamtabwägung war es nach seiner Überzeugung die richtige Entscheidung, weil man das Rad der Zeit nicht zurückdrehen könne. Kreidl betont:

Eine Rückkehr nach zweieinhalb Jahren würde zu allerlei Spekulationen und Fehldeutungen führen.

So hoffe er außerdem, durch seine Entscheidung einen wichtigen Beitrag dazu geleistet zu haben, dass die CSU wieder zu alter Stärke im Landkreis Miesbach zurückfindet. Der Vorsitzende des  CSU-Kreisverbands Miesbach und der Sprecher der CSU-Kreistagsfraktion, Alexander Radwan und Josef Bierschneider respektieren und unterstützen die Entscheidung von Jakob Kreidl, heißt es abschließend.

Hätte Kreidl sich anders entschieden, und das Mandat angenommen, hätte das niemand verhindern können. “Der Kreisrat kann sein Nachrücken nicht verhindern. Er ist legal gewählt”, hieß es gestern noch von der Pressestelle des Landratsamts.

Dort weiß man derweil noch von nichts von der aktuellen Entwicklung. „Es liegt uns noch keine schriftliche Verzichtserklärung von Jakob Kreidl vor“, so Pressesprecher Gerhard Brandl. Sobald diese eintrifft, wird man aber die Nummer 24 auf der Liste kontaktieren. Dann trifft es den Weyarner Bürgermeister Leonhard Wöhr. Ob er das Mandat dann als dritter Nachrücker annimmt, wird sich in der kommenden Woche zeigen.

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