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Erste Gemeinde im Tal verzichtet auf Feuerwerk

Kreuth lässt es heuer mal nicht krachen

Nach Ramsau jetzt auch Kreuth. Die Gemeinde will auf ein Feuerwerk an Silvester verzichten und ruft alle zum Mitmachen auf. Auch eine Alternative soll es geben.

Kreuth will heuer das erste Mal auf Feuerwerk an Silvester verzichten

Nachdem Ramsau im vergangenen Jahr in ganz Deutschland für Aufsehen sorgte, will heuer auch Kreuth nachziehen. Im gesamten Ort soll an Silvester auf Raketen verzichtet werden.

„Der Gemeinderat ist – angeregt durch das Beispiel des Bergsteigerdorfes Ramsau, das dies schon mehrere Jahre praktiziert – davon überzeugt, dass der Verzicht auf Feuerwerksraketen der Philosophie, die hinter der Bergsteigerdorfidee steckt, entspricht“, betont Bürgermeister Josef Bierschneider. Damit trage man einerseits dazu bei den Feinstaub im Ort zu reduzieren und tue gleichzeitig etwas für die Tiere, die vom Lärm verschreckt werden.

Gemeinde organisiert Alternative

Die Kreuther laden stattdessen ein, den Jahreswechsel ein wenig anders als sonst zu verbringen. „Ab 22.30 Uhr bis 1 Uhr wollen wir am Silvestertag im Bereich der Warmfreibad-Wiese bzw. des Parkplatzes hinter der Tourist-Information gemeinsam den Jahreswechsel erwarten und ins neue Jahr hineinfeiern“, so Bierschneider weiter.

Für Getränke und kleine Speisen sorgt der Südtiroler. Um Mitternacht gibt es dann eine Laser-Show. Vor der Umsetzung hatte Bürgermeister Bierschneider das Thema schon im Gemeinderart diskutiert und auch Bürger und Wirte nach ihrer Meinung gefragt. Die Mehrheit der Befragten, fand die Idee gut.

Die Gemeinde Ramsau im Berchtesgadener Land hat es bereits vorgemacht. Seit 2016 ist das Örtchen ein zertifiziertes Bergsteigerdorf, verzichtet seither auf Feuerwerke und ruft seine Bürger stattdessen zu Spenden auf. Die Spendenaktion soll auch in Kreuth eine Möglichkeit sein, das Geld, dass man sich für die Silvesterraketen spart, sinnvoll zu investieren.

Spenden statt Ballern

Die Spenden der Bürger sollen einem Umweltprojekt für Kinder und Jugendliche zu Gute kommen. Die Kinder sollen mit Hilfe eines Lehrgartens für die Zusammenhänge zwischen gesunder Natur, Pflanzenwelt und Insektenwelt sensibilisiert werden, so dass sie auch bei sich zu Hause im Garten/auf dem Balkon diese Erkenntnisse umsetzen können und einen Beitrag zum Artenerhalt und zur Steigerung der Artenvielfalt leisten können.

Wer spenden möchte, kann das Geld am Silvestertag in eine Spendenbox geben oder an die Gemeindekasse “IBAN DE17 7115 2570 0000 0999 78) überweisen. Auch Spenden für in Not geratene Gemeindebürger sind möglich. Das kann man dann im Verwendungszweck vermerken.


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