Lenggrieser Behelfsbrücke durchkreuzt Kreuther Gedanken zur Sylvensteinsperrung

Umweltminister Markus Söder am Sylvenstein

Ergänzung vom 21. April / 09:13 Uhr
Der Lenggrieser Gemeinderat hat die Kreuther Gedankenspiele zur Sylvensteinsperrung durchkreuzt. Bürgermeister Josef Bierschneider hatte auf einer Gemeinderatssitzung im Januar die für 2012 geplante Sperrung und damit die komplette Umleitung des Verkehrs über das Tegernseer Tal als große Chance bezeichnet.

Mehr Verkehr hätte nach Bierschneiders Rechnung auch mehr potentielle Kunden, mehr Gäste für die Gasthäuser und Übernachtungen für die Hotels bedeutet. Vielleicht nicht überall im Tal, aber zumindest in Kreuth wäre die Chance da gewesen, von einer große Umleitung zu profitieren.

Nun aber haben sich die Lenggrieser Gemeinderäte zum Bau einer temporären Brücke entschlossen. Einspurig, 200 Meter lang und 500.000 Euro teuer soll sie während der Vollsperrung des Sylvensteindamms den Autofahrern als Alternative dienen. Allerdings ist die Nutzung der Brücke auf 3,5 Tonnen begrenzt. Aus dem Grund werden schwerere Fahrzeuge über die Autobahn umgeleitet.

Ursprünglicher Artikel vom 24. Januar mit der Überschrift: “Kreuther Gedanken zur Sylvensteinsperrung”
Wenn im Jahr 2012 der Sylvensteindamm gesperrt wird, so ist das laut dem Kreuther Bürgermeister Josef Bierschneider alternativlos. 8 Monate wird dann die Zufahrt zum Achensee, von Bad Tölz kommend, zu bleiben. Die schnellste und einfachste Möglichkeit nach Tirol zu gelangen, führt in der Zeit über das Tegernseer Tal. Und damit auch über Kreuth.

Die Auswirkungen dürften erwartungsgemäß ziemlich umfassend sein. Deutlich mehr Verkehr zum bereits bestehenden Engpassproblem, wie beispielsweise an der Gmunder Kreuzstraße. Jedoch auch einiges mehr an potentiellen Touristen, wie Josef Bierschneider betont:

Ich sehe das auch als Chance. Das bedeutet, dass wir mehr Besucher bekommen, die sich eventuell entschließen in Kreuth stehen zu bleiben und die wir damit zu Gästen machen können. Ob jetzt mit einer Übernachtung oder einem Mittagessen, sei dahingestellt.

Zum Verkehrsproblem und einem eventuellen talweiten Ansatz um dieses in den Griff zu werden verweist Bierschneider einerseits auf das neue landkreisweite “Verkehrskonzept 2014”. Damit möchte man im Landratsamt die Probleme grundlegend angehen. Und dabei soll natürlich auch das Tegernseer Tal eine Rolle spielen.

Andererseits soll zu der Zeit eine Sperre für den kompletten Schwerlastverkehr gelten. Da die LKW`s das eigentliche Problem bei der Lärm- und Abgasbelastung darstellen, wird somit die größte Mehrbelastung direkt abgefedert. So zumindest die Hoffnung im Miesbacher Landratsamt.

Damit die Sperre und der damit verbundene Mehrverkehr trotzdem keinen Kollaps im Tegernseer Tal zur Folge hat, soll über das Thema auch auf der nächsten Dienstbesprechung der Bürgermeister im Landkreis besprochen werden. Das machte der Kreuther Bürgermeister auf der letzten Gemeinderatssitzung klar.

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