Walter Leufen stellt sein neues Buch vor

Küchenparty in der Tegernseer Fischerei

Von Rose Beyer

Normalerweise zeigt Walter Leufen, Küchendirektor in der Rottacher Überfahrt, seinen Schützlingen in der „Genusswerkstatt“, wie man eigene Gäste glücklich macht.

Weil viele seiner Grundzutaten aus der Region stammen, präsentiert er sein neuestes Kochbuch „Cucina casalinga“ direkt bei einem seiner wichtigsten Lieferanten – der Fischerei am Tegernsee. Am 4. Mai ab 13 Uhr steigt die Küchenparty.

Beim Kochkurs in der „Genusswerkstatt“

Dazu öffnen die Fischer aus Tegernsee ihre Fischerei und den angrenzenden Garten für interessierte Hobbyköche. Walter Leufen wird Geschichten zu seinem Buch erzählen. Es werden Probierteller mit Spezialitäten gereicht – nach Rezepten aus dem Buch gefertigt.

Die traditionelle „Landfrauenküche“ Italiens

„Cucina casalinga“ – wörtlich übersetzt bedeutet es so viel wie „Hausmannskost“ oder „nach Hausfrauenart“. Zahlreiche Anleitungen findet man in seinem neuen gleichnamigen Bildband. Generell bezeichnet man mit dem Begriff „Cucina casalinga“ klassische Rezepte der regionalen Küche Italiens. Eben Gerichte, wie sie alltäglich in italienischen Familien auf den Tisch kommen. Rezepte, die von Generation zu Generation weitergereicht werden.

Um diese Familien zu finden, war Leufen die vergangenen Jahre viel in Italien unterwegs.
Besuchte Bauern, Winzer und andere Erzeuger – und wurde natürlich häufig zum Essen eingeladen. Etliche Male hatte sich auch ein Fotograf den Reisen Leufens angeschlossen und die Eindrücke dokumentiert. Gemeinsam „inhalierten“ sie den Duft von Pane, Gnocci, Pasta, Vino und Co.

Zutaten aus Italien – oder aus der Region

Etliche Zutaten zu den Gerichten, die bei Leufen auf den Tisch kommen, stammen direkt aus der Region – Fische von der Tegernseer Fischerei. Käse von der Naturkäserei, Milch und Jogurt vom Webermohof, Fleisch und Wurst von der Kreuther Metzgerei Walch. „Ich möchte meinen Schülern den Bezug zum Produkt übers Kochen nahelegen.“ Leufen findet es wichtig, dass man auch mal über einen Käse drüber wegstreicht oder an den Kräutern riecht, die verarbeitet werden.

Geschmackvolle Verbindung: Küchendirektor Walter Leufen mit Fischer Christoph von Preysing.
Geschmackvolle Verbindung: Küchendirektor Walter Leufen mit Fischer Christoph von Preysing.

Viele Zutaten in seiner eigenen Restaurant-Küche stammen jedoch auch aus Italien. „Wir haben jemanden, der jede Woche nach Verona fährt und das holt, was eigentlich gar nicht für den Export nach Deutschland vorgesehen ist“, verrät Leufen. Einen der großen Pecorino-Laibe zum Beispiel, die Leufen meist hinten an der Theke des „Il Barcaiolo“ liegen hat.

Nicht nur Zutaten bringt der Gourmetkoch aus Italien mit, sondern regelmäßig auch neue Rezepte. „Da schmeckt man nicht nur einen Hauch Italien“, verspricht er. Inspiriert von der Schönheit der Landschaft, hat er sie in ein großes, „modernes Geschichtsbuch“ gepackt. Klassische Rezepte für Antipasti, Primi Piatti und Secondi bis zur köstlichen Dolce-Auswahl oder dem passenden Vino – quer durch alle Regionen Italiens. Obendrein gibt es nette Geschichten und witzige Anekdoten. Genau so, als würde man die „Nonna“ in der Küche stehen sehen und den Duft von frisch gemachten Gnocci verspüren.


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