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Verkaufsstände im Landkreis Miesbach: Sind die Kunden ehrlich?

Kürbisberge am Straßenrand

Von Laetitia Schwende

Es ist mal wieder Kürbissaison. Die orangen Kolosse bekommt man auch heuer Jahr wieder an zahlreichen Selbstbedienungsständen im Landkreis. Wir haben uns gefragt, wer hinter den Ständen steht, woher die Kürbisse eigentlich kommen und wie das mit dem Bezahlen auf Vertrauensbasis so läuft.

Kürbisse am Stand in Agatharied.

Der goldene Herbst kommt und mit ihm die Saison der Kürbisse. Die dickbauchigen orangen Gewächse gibt es in allen erdenklichen Sorten, vom kleinen Zierkürbis über den allseits bekannten Hokkaido bis zum milden Muskatkürbis. Erhältlich sind Kürbisse, die übrigens im botanischen Sinne Beeren sind, nicht nur im Supermarkt, sondern auch an den Selbstbedienungsständen der Firma Lohner im Landkreis Miesbach.

Für viele ist der spontane Halt an den Ständen eine attraktive Alternative zu den konventionellen Supermarktkürbissen. Es entsteht der Eindruck, man kaufe von einem kleinen lokalen Händler, im besten Falle frische Bioprodukte. Doch das entspricht nicht ganz der Wahrheit.

Wöchentliche Lieferungen vom Spargelhof Lohner

Hinter den sechs Ständen im Landkreis steht ein relativ großes Unternehmen, der Spargelhof Lohner mit Sitz in Inchenhofen/Aichbach. Laut Peter Gutman, Abteilung Direktvermarktung, werden die Kürbisse in der näheren Umgebung des Hofes angebaut, von Hand geerntet, verladen und schließlich fast wöchentlich an die Stände geliefert.

Die Nachfrage sei hier natürlich von Stand zu Stand sehr unterschiedlich, sagt Gutman. Doch allgemein lasse sich ein leichter Aufwärtstrend verzeichnen. Das erklärt sich Gutman durch ein wachsendes Ernährungsbewusstsein: „Der Kürbis ist ja sehr gesund“.

Wenig Pflanzenschutz, aber nicht Bio

Biologisch werden die Kürbisse allerdings nicht angebaut. Jedoch verwende die Firma Lohner laut Gutman nur sehr wenig Pflanzenschutz, da es sich bei Kürbissen um genügsame Pflanzen handle. Verkäufer sucht man an den Ständen aber vergebens. Der Verkauf läuft auf Vertrauensbasis. Gutmann weiß:

Sicherlich gibt es einige schwarze Schafe.

Aber insgesamt könne man sagen, dass die Kunden ehrlich sind. Denn, „wenn der Kürbisstand sauber und gut ausschaut, wenn der Kunde Kürbis-Flyer mit Handhabung und Rezepten bekommt und er merkt, dass wir uns Mühe machen, dann honoriert er dies auch und zahlt hoffentlich ehrlich den passenden Betrag für den Kürbis“, so Gutman.

Beliefert werden die Stände beinahe wöchentlich. Dabei werden auch verdorbene Kürbisse mit frischen getauscht. Der Kürbis hat von Mitte August bis Ende Oktober beziehungsweise Anfang November Saison. Das Finale ist meist der 31. Oktober, also Halloween.


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