Ländl-Tunnel soll kommen

von Redaktion

Seit Jahren ist ein Fußgänger- und Radltunnel, der das Wohngebiet Ländl mit dem Gewerbegebiet Holzkirchen-Ost verbindet, in der Warteschleife. Doch nun könnte das Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden. Falls nichts dazwischen kommt.

Der Tunnel würde die Buchenstraße und das Gewerbegebiet verbinden.

Seit über 20 Jahren ist der Tunnel, der unter der Eisenbahnlinie nach Rosenheim führt, im Gespräch. Profitieren würden vor allem die rund 1.200 Bewohner des Ländl (Buchenstraße). Sie könnten so ohne störende Kreuzung die Supermärkte und anderen Geschäfte im angrenzenden Gewerbegebiet-Ost erreichen.

Gleichzeitig würde der bisher gefährliche Weg über die Gleise, den einige der Anwohner wählen, wegfallen. Und auch der Spielplatz und die Kita wären so an das Wohngebiet angebunden.

Eine Million an Baukosten

Den Grund für den Verzug erklärt Johann Kellner vom Holzkirchner Bauamt auf Nachfrage:

Der Marktgemeinderat hat 2002 beschlossen den Planungsauftrag zu vergeben. Ziel ist die Schaffung einer neuen Rad- und Fußwegverbindung vom Wohngebiet Ländl zur Industriestraße und weiter zum Ortszentrum. Die Planungen mussten aus finanziellen Gründen öfters zurückgestellt werden, dadurch war auch zum Teil das Genehmigungsverfahren neu zu starten.

Im Oktober letzten Jahres habe man die überarbeiteten Unterlagen an die DB Netz AG zur Weiterleitung an das Eisenbahnbundesamt eingereicht. Das Amt müsse nun über das Baurecht entscheiden, heißt es von der Bahn. Doch die Behörde betont, dass man keine Bauvorhaben planen und auch nicht durchführen würde. Wenn Baurecht vorliegt, muss die Gemeinde ran.

Die wiederum erklärt, erst wenn die Genehmigung vorliegt, werde die baubetriebliche Anmeldung des Bautermins festgesetzt. Diese sei allerdings vor allem abhängig von der Genehmigung der Haushaltsplanung. Rund eine Million Euro habe man für das Vorhaben eingeplant. Doch der Haushaltsplan für 2017 bis 2020 sei eben noch nicht verabschiedet.

Laut Kellner soll die Unterführung an der Buchenstraße eine lichte Höhe von mindestens 2,50 Meter sowie eine lichte Weite von drei Metern haben. Die Anschlussrampen sind behindertengerecht. Wenn alles steht, könnte er also endlich kommen – der Tunnel.


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