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Die aktuelle Corona-Lage

Landkreis Miesbach gehört zu Hotspots in Deutschland

Von Nina Häußinger

Der Landkreis Miesbach zählt zu den sechs Landkreisen Deutschlands mit der höchsten Inzidenz. Woran das liegt, sei schwer zu sagen. Und wie lange darf man noch kostenlos testen?

Wie sieht aktuell die Lage am Tegernsee und im Landkreis Miesbach aus?

Der Landkreis Miesbach verfügt derzeit laut RKI über die sechsthöchste 7-Tages-Inzidenz in ganz Deutschland. Noch höhere Inzidenzen haben die benachbarten Landkreise Rosenheim, Traunstein und Berchtesgaden, die alle zu den Top 5 deutschlandweit zählen.

Zwar gebe es laut Landratsamt keine Cluster, die die vier Landkreise überspannen würden, aber die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass Infektionen über Landkreisgrenzen verschleppt werden.

Laut Gesundheitsamt gibt es keine abschließende Erklärung, warum die Zahlen im Landkreis Miesbach zuletzt so stark gestiegen sind. Es handle sich nach wie vor um ein diffuses Infektionsgeschehen. Das größte Cluster entstand nach einer Hochzeitsfeier im Landkreis Rosenheim, nach der inzwischen 19 Landkreisbürger positiv auf das Virus getestet wurden. Alleine bei dieser Hochzeit gibt es 134 Kontaktpersonen. Die hohe Zahl an Kontaktpersonen, die jeder positive Fall mitbringt, bringt das Contact Tracing Team momentan an die Belastungsgrenze.

Über das Hochzeitscluster hinaus gibt es zahlreiche weitere, kleinere Cluster, die alle zum diffusen Infektionsgeschehen im Landkreis beitragen.

Wie geht es im Oktober mit dem Testzentrum weiter?

Wie von der Staatsregierung angekündigt sollen Bürgertests ab 11. Oktober nicht mehr kostenlos sein. Hierzu erwartet das Gesundheitsamt eine Änderung der Test-Verordnung. Aktuell konnte die Staatsregierung zahlreiche Fragen zum weiteren Betrieb der Testzentren aber wohl noch nicht beantworten. Sobald es weitere Informationen gibt, wird das Landratsamt diese veröffentlichen.

Wie läuft es an den Schulen

“Die Lolli-Pooltests an den Grundschulen sind nun flächendeckend eingeführt, nachdem es letzte Woche noch zeitliche Verzögerungen in der softwarebezogenen Ausstattung der Schulen durch ein bayernweit agierendes Unternehmen gab”, heißt es weiter von Seiten des Landratsamts.

Seit Schuljahresbeginn wurden 37 Schülerinnen und Schüler positiv auf das Coronavirus getestet. Derzeit sind 12 positiv getestete Schüler in Quarantäne sowie zirka 90 Kontaktpersonen rund um diese Schüler. Ein positiver Fall in einer Klasse führt aber nicht mehr automatisch dazu, dass die gesamte Klasse in Quarantäne muss.

Stattdessen nimmt ein Arzt des Gesundheitsamtes eine Risikobewertung vor, sodass nur diejenigen Kinder in Quarantäne müssen, die mit dem infizierten Kind einen potentiell infektiösen Kontakt hatten. Die Quarantäne dauert für die engen Kontaktpersonen unter den Schülern auch nur noch zehn Tage mit einer Freitestmöglichkeit ab fünf Tagen bei völliger Symptomfreiheit. Eltern werden darum gebeten, auf die Risikobewertung des Gesundheitsamtes zu vertrauen, um den Präsenzunterricht so weit wie möglich aufrechtzuerhalten.


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