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Großeinsatz mit über 100 Rettern am Spitzingsee

Lawine geht ab – keine Verschütteten unter Schnee

Eine große Nassschneelawine ist am Samstagnachmittag im Spitzinggebiet abgegangen. Im Einsatz waren über 100 Retter samt drei Rettungshubschraubern.

Eine Nassschneelawine, hier am Hirschberg im vergangen April / Archivbild: K. Wiendl

Gegen 17:00 Uhr löste sich gestern Nachmittag im Bereich der Schönfeldalmen die rund 400 Meter lange und 70 Meter breite Nassschneelawine. Hinzukommende Skitourengeher suchten den Lawinenkegel ab und informierten die Rettungsleitstelle, da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich Personen unter der Lawine befinden.

Die Aufschütthöhe lag teilweise bei bis zu sechs Metern, so dass die Integrierte Leitstelle ein Großaufgebot an Rettungskräften ins Einsatzgebiet, um die Lawine gezielt nach Verunglückten abzusuchen und eventuelle abgängige Personen ausfindig zu machen. Unter Zuhilfenahme von Sonden, Lawinenhunden und Lawinensuchgeräten wurde das Lawinenfeld intensiv abgesucht.

Neben einem deutschen Rettungshubschrauber wurden auch Luftretter mit einem Helikopter aus dem benachbarten Tirol sowie einen Polizeihubschrauber ins Spitzinggebiet entsandt. Im Einsatz war außerdem der Einsatzleiter des Rettungsdienstes, ein Leitender Notarzt sowie mehrere Besatzungen des BRK. Des Weiteren beteiligten sich knapp 60 Einsatzkräfte der umliegenden Feuerwehren, etwa 50 Retter der Bergwacht mit Lawinensuchhunden sowie mehrere
Alpinbergführer der Polizei und Beamte der Polizeiinspektion Miesbach an der Absuche.

Nachdem sich keine Hinweise auf verschüttete Personen ergeben hatten, wurde der Einsatz um 21 Uhr beendet. Trotzdem warnen die Einsatzkräfte, dass aufgrund der aktuellen Schönwetterlage und der damit verbundenen Sonneneinstrahlung auf die Berghänge ähnlihce Lawinen immer wieder abgehen könnten. Das könne, trotz der eigentlich geringen Lawinenwarnstufe 1, passieren und gefährdet insbesondere Skitourengeher abseits präparierter Strecken.


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