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Lawinenunglück: Junger Rottacher tot aufgefunden

Bergwacht stellt Suche nach Begleiterin ein

Von Rose Beyer

Aktualisierung vom 13. März / 13:45 Uhr
Vor genau einer Woche hatte eine Lawine zwei Skitourengeher aus dem Landkreis Miesbach verschüttet. Das Unglück ereignete sich am Lafatscher Joch im Karwendel.

Der junge Rottacher wurde bereits am Samstag im bis zu zehn Meter tiefen Lawinenkegel tot aufgefunden. Die Suche nach seiner Begleiterin wurde nun laut Thomas Lehner, Leiter der Bergrettung Scharnitz bis auf Weiteres eingestellt.

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Bei der Suche am Lafatscher Joch / Quelle: Bergrettung Scharnitz

Bis zu 24 Bergretter der Ortsstellen Scharnitz, Seefeld und Leutasch seien im Einsatz gewesen. Dazu drei Alpinpolizisten, vier Hundeführer der Bergrettung Tirol sowie ein Hubschrauber des Innenministeriums.

Wie Lehner erklärt, konnte von der vermissten Frau jedoch nur der Lawinenpiepser gefunden werden. Nach der systematischen Suche im Lawinenkegel, bei der auch die weitere Umgebung sondiert und abgesucht wurde, bestehe derzeit leider wenig Aussicht auf Erfolg. Heute haben sich die Retter nun dazu entschlossen, den offiziellen Einsatz einzustellen und es in rund drei Wochen erneut zu versuchen.

Die genauen Gründe für das Unglück dürften wie schon vermutet in einem Wetterumschwung gelegen haben. Als sich die beiden Tourengeher vergangenen Montag auf die mehrtägige Tour aufmachten, war die Lawinensituation noch überschaubar. Erst ein plötzlicher Föhnsturm hatte die Gefahrenlage kurzfristig verändert und zu dem fatalen Lawinenabgang am Mittwoch geführt.

Ursprünglicher Artikel vom 11. März
Vergangenen Montag waren ein junger Rottacher und seine Freundin mit ihren Tourenskiern zu einer fünftägigen Karwendeldurchquerung aufgebrochen.

Ein Rucksack und eine Brotzeit ist alles, was noch an das Pärchen erinnert. Eine Lawine hat das Leben des Mannes ausgelöscht. Die junge Frau wird noch vermisst.

Vom Parkplatz in Gießenbach (bei Scharnitz) waren die beiden am Montag zur Tour aufgebrochen – bei Lawinen-Warnstufe 3. Am Freitag wollte das Paar eigentlich wieder zuhause sein. Als die beiden nicht – wie ausgemacht – kamen, alarmierten die Familien gegen 22 Uhr die Polizei.

Retter können nichts mehr tun

Noch Freitagnacht rückte die Bergrettung aus. Doch für den jungen Mann kam jede Hilfe zu spät. Vom Hubschrauber aus wurde am Samstagmittag ein 200 Meter langer, 50 Meter breiter und bis zu 10 Meter tiefer Lawinenkegel ausgemacht. Dann sah der Pilot den Rucksack des Studenten. Er konnte nur noch leblos geborgen werden.

Die Lawine musste bereits am Mittwoch abgegangen sein, vermuten die Experten. Die warmen Temperaturen und der starke Südwind hatten die onehin schon angespannte Lawinensituation weiter verstärkt.

Bergretter bei der Suche / Archivbild

Während der angelaufenen Rettungsmaßnahmen schlug das Wetter um. Am Samstag schneite es nach Angabe der Retter so sehr, dass kein Hubschrauber mehr fliegen konnte. Deshalb musste laut Bergrettungschef Thomas Lehner gegen 16:50 Uhr die Suche nach der Verschütteten abgebrochen werden. Am Sonntag wurde die Suche fortgesetzt: Bergretter, Alpinpolizei und Hundeführer rückten aus. Doch das Gebiet ist sehr groß und die Suche laut dem Einsatzleiter nicht ganz ungefährlich.

Frau wird weiter vermisst

Die Tour, die sich die beiden ausgesucht hatten, gilt als Strecke für Geübte, wie der Sprecher der zuständigen österreichischen Polizeiinspektion mitteilte. Drei bis vier Tage brauchen Tourengeher im Schnitt für die Route von Gießenbach zum Solsteilhaus auf 1805 Meter Höhe und wieder zurück. Das Paar dürfte über die Eppzirler Alm zum Solsteinhaus gegangen sein. Von der jungen Frau fehlt noch immer jede Spur.

Anmerkung der Redaktion: Die im ersten Artikel enthaltenen Informationen zu den Verunglückten haben wir auf Wunsch der Familie entfernt. Wir denken, dass dies auch im Interesse der Leser ist.

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