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Oskar-von-Miller-Platz: Gleich drei Geschäfte geben auf

Leerstand in Holzkirchens Zentrum

Von Tom Fischhaber

Seit Jahrzehnten gilt der Oskar-von-Miller-Platz in Holzkirchen als Einkaufsmeile für Einwohner und Touristen. Doch nachdem bereits das „Schuhhaus Linse“ und „ella young fashion“ im letzten Monat geschlossen haben, wird auch der „Juwelier Ernst“ Ende 2015 seine Pforten endgültig schließen. Droht dem Platz nun der Leerstand?

Was mit Räumlichkeiten des Juwelier Ernst passiert, ist derzeit noch unklar.
Was mit Räumlichkeiten von „ella“ und „Juwelier Ernst“ passiert, ist derzeit noch unklar.

Seit über 20 Jahren ist Egmont Ernst mit seiner Schwester Angelica am Oskar-von-Miller-Platz vertreten. Seitdem bieten sie Schmuck, Uhren und Eheringe für Interessenten aus der Region und darüber hinaus an. Nun endet jedoch eine Ära.

Private Gründe für Aufgabe

Laut dem Geschäftsführer hat dies rein private Gründe. „Wir sind Mitte 40, wollen innehalten und in uns gehen. Wir haben in der Mitte des Lebens etwas Anderes vor.“ Ob er seinen Beruf als Juwelier endgültig aufgeben will, kann er noch nicht sagen.

Bis zum 31. Dezember findet ein Ausverkauf statt, dann wird das Geschäft voraussichtlich schließen. Im Januar möchte Ernst dann erst einmal nur Auslieferungen und Reparaturaufträge annehmen. Die Zukunft des Geschäfts ist ungewiss. Der Inhaber wollte sich dazu nicht äußern. Ernst meint: „Meiner Schwester geht es genauso wie mir. Wir wissen nicht, was als nächstes kommt.“

Gemeinde will Leerstand verhindern

Auch das Modegeschäft „ella young fashion“ war mehr als zwei Jahrzehnte in Holzkirchen vertreten. Am vergangenen Samstag war das Geschäft nun zum letzten Mal geöffnet. Thomas Fremerey und seine Frau Renate werden zwar weiterhin das Stammhaus „Mode Fremerey“ in der Münchner Straße führen. Am Oskar-von-Miller-Platz war es das aber.

Und Ende November schon schloss auch das Schuhhaus Linse seine Pforten. Das Unternehmen mit Sitz in Starnberg sieht die Probleme vor allem in der Konkurrenz des Onlinekaufs und der Nähe zu München. Geschäftsführer Hans Linse meint:

Wir wären sehr gerne geblieben, da Holzkirchen ein sympathischer Ort ist. Leider hat es aber nicht geklappt.

Laut Linse habe sich das Geschäft in Holzkirchen nicht mehr rentiert. Für die leerstehenden Räumlichkeiten gebe es, laut seiner Aussage, aber schon mehrere Interessenten. Die Zukunft des Gebäudes von „ella young fashion“ ist hingegen ungewiss. Gerüchten zufolge soll jedoch wieder ein Modegeschäft in die Räumlichkeiten einziehen.

Aus Sicht der Gemeinde sind die vielen Schließungen natürlich nicht erfreulich. Bürgermeister Olaf von Löwis ist erpicht, eine Lösung für den Oskar-von-Miller-Platz zu finden. „Wir sind dahinter, dass das Areal schnellstmöglich wieder mit guten Geschäften bestückt wird.“

Im Rahmen der Standortförderung will die Gemeinde Holzkirchen daher die Situation als Berater vorantreiben. Denn ein leerstehender Platz Mitten im Zentrum Holzkirchens wäre nicht nur ein schlechtes Zeichen für Holzkirchens Einzelhandel, sondern auch der Albtraum für jeden Belebungsversuch der Innenstadt.

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