Leonhardi steht vor der Tür

von Nina Häußinger

Leonhardi – zahlreiche wunderschön geschmückte Pferdegespanne ziehen zu heiligen Orten, um sich den Segen des heiligen Leonhard abzuholen. Kommende Woche ist es auch in Kreuth wieder soweit.

Der Leonhardiumzug in Kreuth ist jedes Jahr ein besonderes Spektakel.

Landwirte aus dem ganzen Landkreis bereiten sich auf ihren großen Tag vor. Wie in jedem Jahr finden auch heuer in zahlreichen Orten die Leonhardi-Umzüge statt. Dann ziehen die vielen Gespanne gemeinsam zu heiligen Orten, um sich den Segen des heiligen Leonhard abzuholen.

Der Schutzpatron der landwirtschaftlichen Tiere, heutzutage hauptsächlich der Pferde, soll diese vor allerlei Unheil bewahren. Die älteste urkundlich belegte Leonhardifahrt ist daher eigentlich eine Prozession – und die Hoch zu Ross. Für die zahlreichen Zuschauer ist dieses Spektakel in jedem Jahr ein Highlight.

Die älteste Leonhardifahrt findet in Kreuth traditionell am 6. November statt. Sie besteht schon seit 1442. Nach dem gemeinsamen Gottesdienst um 9:30 Uhr, macht sich der Zug gegen 10:30 Uhr auf den Weg. Am Abend öffnen die Trachtler dann den Leonhardstoana Hof am Waldfestplatz, um den Festtag ausklingen zu lassen. Dort findet dann der traditionell Leonharditanz statt, bei dem nicht nur Teilnehmer der Leonhardifahrt, sondern auch Gäste willkommen sind. Los geht’s um 20 Uhr.

Weil die Wallfahrer Vorfahrt haben, müssen sich Autofahrer auf der B 307 auf Behinderungen einstellen. Die Ortsdurchfahrt wird zwischen 9 und 13 Uhr wegen der Leonhardifahrt gesperrt. Betroffen sind auch die Busse des RVO in diesem Zeitraum. Besucher können trotz der Sperrung aber nach Kreuth hineinfahren. In der Ortsmitte weisen Feuerwehrler dann die Autofahrer in die zahlreichen Parkplätze ein.


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