Meistgelesener Artikel der Woche: Leserstimme zu den Schirmen am Bräustüberl: „Neid zerfrisst oftmals das Gehirn“

Von Redaktion

Anmerkung vom 27. September / 11:58 Uhr
Einmal in der Woche schauen wir uns die Statistik der Tegernseer Stimme genauer an. Und da interessieren uns natürlich vor allem die „meistgelesenen Artikel“.
In der letzten Woche gab es in dieser Kategorie eine Überraschung: Die Leserstimme von Maximilian Manzenrieder wurde knapp 1.000 Mal gelesen und liegt somit deutlich an erster Stelle.

Wenn man ganz genau sein will, müsste man jetzt sagen, dass eigentlich der Artikel zum Absturz in Warngau mit 3.177 Aufrufen am meisten aufgerufen wurde. Nur sind erstens bei diesem Artikel viele der Leser über google gekommen und zweitens gehört das Thema nicht mehr ins Tegernseer Tal und läuft somit außer Konkurrenz.

Wer die sehr interessante Leserstimme zu den Problem-Schirmen am Bräustüberl noch nicht gelesen, der kann das jetzt im ursprünglichen Artikel nachholen.

Ursprünglicher Artikel vom 23. September:
Maximilian Manzenrieder, Direktor des Rottacher Park-Hotels Egerner Höfe, hat einen bemerkenswerten Kommentar zu der Entscheidung des Tegernseer Bauauschusses geschrieben. Da der Kommentar das Thema auf interessante Art und Weise beleuchtet, möchten wir ihn als eigenständigen Artikel hervorheben:

Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrte Verantwortliche!

„Neid zerfrisst oftmals das Gehirn“

Ich kann es nicht nachvollziehen, dass wir uns in unzähligen, sinnvollen und auch in äußerst fragwürdig zusammengestellten Gremien unser Gehirn zermartern, wie wir die Qualität in unserer Tourismusregion für die bestehenden Gäste und für die die wir neu gewinnen wollen, steigern.
Da ich selbst schon etliche Male zu Gast auf der Terrasse des Bräustüberls war, hörte ich immer wieder von den anderen Gästen, wie angenehm diese neue Schirmanlage empfunden wurde. Nach diesem ganzen Dilemma habe ich mir, eigentlich zum ersten Mal sehr intensiv, die Fassade des darüber liegenden Bauwerks betrachtet und musste feststellen, dass an dem optischen Zustand bereits der Zahn der Zeit genagt hat, wovon die Schirme sogar ablenken können.

Wie nun gefordert, sollen andere Schirme, ähnlich denen vom Schloßkeller, ohne Rinnen aufgestellt werden. An diesem Tag um ca. 18:00 Uhr saßen ca. 15 frierende Gäste auf der Terrasse vor dem Schloßkeller und rund 500 zufriedene Gesichter (nicht nur Einheimische, sondern auch Gäste, für welche wir ja anscheinend Alles tun, damit sie zufrieden sind) auf der Terrasse vor dem Bräustüberl.

Auch die massive Bestuhlung mit Bänken soll geändert werden, in Stühle mit Tischen. Auf dieses „Kratzkonzert“, wenn rund 800 bis 1000 Stühle immer wieder durch neue Gäste verrückt werden, bin ich wirklich gespannt. Aber die Hauptsache ist wohl auch, dass die Platzanzahl und die daraus resultierende Reduzierung des Umsatzes für unseren erfolgreichen Wirt, dem Interesse der Zielgruppe entsprechen, welche für diese nicht nachvollziehbare Entscheidung die Verantwortung zu tragen haben.

Auch für das Bedienungspersonal ist es unzumutbar in der Größenordnung dieser Gastronomie, wenn bei den ersten Tropfen die Gäste fluchtartig die Tische verlassen und es nicht mehr nachvollziehbar ist, wer noch zu bezahlen hat. Dies passiert oft mehrmals am Tag!!!!

Weiterhin sollten wir uns einmal die Frage stellen, wie wir Tradition, Denkmalschutz und Zeitgeist in ein vernünftiges Miteinander verknüpfen können. Leider zeigt sich immer wieder, wie auch bei unserem geliebten Denkmal „Maximilian“ in Gmund, dass bei den entsprechend verantwortlichen Entscheidungsträgern der Mut zur Vernunft leider degeneriert ist.

Herzlichst Ihr Maximilian Manzenrieder – Rottach-Egern


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