Landratswahl im Landkreis Miesbach

LINKE schickt erstmals eine Kandidatin ins Rennen

Die männlichen Kandidaten bekommen im Kampf um den Landratsposten weibliche Konkurrenz. Bereits die SPD und die FDP schickten jeweils eine Kandidatin ins Rennen um den Chefsessel im Landkreis Miesbach. Nun folgt auch die LINKE: Angela Sterr tritt als jüngste Kandidatin an.

Die Kandidaten auf den vorderen Listenplätzen (v.li.): Dominik Hultsch-Killius, Elisabeth Osiander, Otto Scheda, Angela Sterr, Reinhard Tschech, Svenja Killius, Jörg Hager, Ulrike Waninger. / Quelle: Die LINKE

Wolfgang Rzehak (Grüne), Olaf von Löwis (CSU), Martin Beilhack (BayernPartei) und Andreas Hallmannsecker (FWG) wollen bei der Kommunalwahl 2020 zum Landrat gewählt werden. Doch die Männer bekommen weibliche Konkurrenz – und das gleich dreifach. Christine Negele tritt für die SPD an, Ursula Lex für die FDP. Nun schickt auch die LINKE eine weitere Landratskandidatin ins Rennen: Angela Sterr. Damit tritt die LINKE erstmals in der Geschichte für die Kreistags- und Landratswahl in Miesbach an.

Der Startschuss fiel am vergangenen Samstag mit der Aufstellungsversammlung. Dort wurde Angela Sterr einstimmig zur Landratskandidatin gewählt. Sterr will ihre Erfahrung als Altenpflegerin nutzen, um im Landkreis für bessere Bedingungen in der Pflege zu sorgen. Gleichzeitig will sie für bessere Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte kämpfen. „Als jüngste Kandidatin will sie sich zudem für den Ausbau der Freizeitmöglichkeiten für Jugendliche im Landkreis einsetzen“, heißt es in einem Schreiben.

12 Kreistagskandidaten

Auf Platz zwei der Kreistagsliste folgt Jörg Hager, der seinen Schwerpunkt im zukünftigen Kreistag im Bereich der Mobilität sieht. Zudem will er die Regionalisierung und Kommunalisierung von Energieträgern wie Wasserstoff und Geothermie vorantreiben.

Wie der Kreisverband in einem Schreiben verlauten lässt, kandidieren auf der offenen Liste der LINKEN in Miesbach auch vier Bürger/-innen ohne Parteimitgliedschaft, „die sich allerdings den Leitlinien der LINKEN verpflichtet fühlen.“ Diese Leitlinien seien bei der Versammlung beschlossen. „Sie beinhalten unter anderem den Kampf gegen Sozialabbau, eine Absage an Privatisierungen von öffentlichem Eigentum, den Einsatz gegen Gebührenerhöhungen im Nahverkehr sowie das Versprechen, Vertreter*innen rechtsextremer Parteien niemals in politische Ämter zu wählen“, heißt es abschließend.

Nach der Wahl der Landratskandidatin stellte die Kreis-LINKE auch ihre KandidatInnen für den Kreistag auf. Hier sind alle aufgeführt:

  1. Angela Sterr (Altenpflegerin)
  2. Jörg Hager (Rentner)
  3. Elisabeth Osiander (Altenpflegerin)
  4. Dominik Hultsch-Killius, (Politikwissenschaftler)
  5. Svenja Killius, (Politikwissenschaftlerin)
  6. Andreas Rullmann-Stekl (Rettungssanitäter)
  7. Ulrike Waninger (Bildende Künstlerin) – ohne Parteimitgliedschaft
  8. Wolfgang Walther (Rentner) – ohne Parteimitgliedschaft
  9. Otto-Wilhelm Scheda (Rentner)
  10. Reinhard Tschech (Elektriker) – ohne Parteimitgliedschaft
  11. Luiciano de Albuquerque (Disponent) – ohne Parteimitgliedschaft
  12. Barbara Steinwachs-Richter (Rentnerin)

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