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Eine Spende für's Langlaufen

Loipenzwickel für Holzkirchen?

Von Laura Lorefice

Tolle Winterlandschaften und schön gespurte Loipen – damit kann das Oberland in einem anständigen Winter punkten. Doch für die Gemeinden ist das Spuren der Bahnen und die Instandhaltung teuer. Holzkirchen denkt jetzt über eine Lösung nach.

Idyllische Loipe: Um den Langlaufsport in Großhartpenning zu finanzieren, gibt es dort bereits den "Loipenzwickel" - eine freiwillige Spende. So etwas möchte Holzkirchen nun ebenfalls etablieren.
Idyllische Loipe: Um den Langlaufsport in Großhartpenning zu finanzieren, gibt es dort bereits den „Loipenzwickel“ – eine freiwillige Spende für die Instandhaltung der Spuren. So etwas möchte Holzkirchen nun ebenfalls etablieren.

Was gibt es schöneres als in einer zucker-weiß verschneiten Landschaft eine Runde Langlaufen zu gehen? Doch die Loipen müssen präpariert werden. Dazu braucht es Personal, ein Spurgerät und auch eine Versicherung für Unfälle.

Das kostet die Gemeinden jedes Jahr einiges an Geld. In Kreuth am Tegernsee oder in Hartpenning gibt es deshalb schon seit einigen Jahren die Möglichkeit für eine freiwillige Spende. Kleine Blechdosen an den Loipen-Einstiegen bitten um Unterstützung für die Instandhaltung.

Der TSV Hartpenning habe mit dem „Loipenzwickel“ auf freiwilliger Basis „gute Erfahrungen“ gemacht, so zweiter Vorstand Georg Jörg. Er erklärt auf Nachfrage:

Mit dem Geld konnten wir das Spurgerät, welches von der Gemeinde vorfinanziert wurde, komplett abbezahlen. Je nachdem wie der Winter ist, werfen die Leute mal mehr oder mal weniger in die Dose. Ist der Winter schön und es gibt viel Schnee, sind schonmal bis zu 6.000 Euro drin.

Auch Holzkirchen denkt jetzt über die Einführung einer solchen freiwilligen Gabe nach. „Wir haben einige Kosten“, erklärte Bürgermeister Olaf von Löwis zuletzt auf der Hauptausschusssitzung. Je nach Wetterlage rund 10.000 Euro, heißt es aus der Kämmerei.

Angedacht ist, die Spendendosen an der Kohlstattstraße und der Flinspachstraße Richtung Roggersdorf anzubringen. Doch das ist nur eine Idee. Derzeit grübelt die Gemeinde noch darüber, ob eine Spendendose hier sinnvoll wäre. Der Bürgermeister betont gegenüber unserer Zeitung:

An diesen Stellen sind die Parkmöglichkeiten nicht ideal. In Hartpenning läuft der Loipenzwickel sehr erfolgreich, weil sie eine sehr gute Loipe haben. In diesem Niveau müssten wir uns auch bewegen.

Martina Neldel (Grüne) wies auf der Sitzung darauf hin, dass man zur Flinspachstraße gegebenenfalls auch zu Fuß gehen könne.

Angedacht sei der Loipenzwickel noch für heuer, so der Bürgermeister. Doch zuerst müsse die Idee völlig ausreifen und man klären, an welchen Stellen eine derartige Spende sinnvoll wäre. In den kommenden Wochen wird sich die Gemeindeverwaltung mit diesem Thema beschäftigen. Dann könnte vielleicht schon in diesem Winter eine solche Einführung möglich sein. Der Gemeinderat bewertete diese Idee grundsätzlich positiv.

 

 

 


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