Marathonsitzung im Gmunder Gemeinderat: Von Mangfallbrücke über Margarethenhof bis zur ganzen Palette der Schulthematik

Von Redaktion

Wie im gestrigen Vorabbericht schon angedeutet, gab es im Gmunder Gemeiderat einige sehr diskussionswürdige Themen zu besprechen. Und da der Bürgermeister Georg von Preysing noch das eine oder andere Thema unbedingt vor der Sommerpause durchbringen wollte, hat die öffentliche Sitzung am Ende 3,5 Stunden gedauert. Das war die bisher mit Abstand längste Gemeinderatssitzung, der wir beiwohnen durften. Und am Ende ging es für die Gemeinderäte in der Nicht-Öffentlichen Sitzung wahrscheinlich noch bis ca. 24 Uhr weiter.

Eine grobe Übersicht was besprochen wurde möchten wir aber dennoch schon mal geben. Die detaillierte Aufarbeitung der Themen wird nämlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb hier ein kurzer Anriss der wichtigsten Entscheidungen und Informationen anhand der Tagesordnungspunkte. All diese und auch die nicht aufgeführten Themen werden wir noch in eigenständigen Beiträgen behandeln.

Ersteinmal vorneweg eine Information aus dem Tagesordnungspunkt 15 „Informationen des Bürgermeisters“:
Vom 26.07. bis 30.07. muss die Mangfall-Brücke wieder halbseitig gesperrt werden. Grund ist die mangelhafte Arbeit der ausführenden Firma bei den Arbeiten im Mai. Jetzt müssen einige Dinge nachgebessert werden und das dauert mal wieder die komplette Woche.

So wird es in 5 Tagen an der Mangfallbrücke wieder aussehen.

Punkt 4: Beitritt zum Verein “Unser Wasser. Verein zur Wahrung von Eigentum und Eigenständigkeit im Landkreis Miesbach”

Sehr diskussionswürdiger Punkt. Im Grunde geht es um die Erweiterung der Wasserschutzzonen von seiten des Landes. Die Erweiterung auf das Tegernseer Tal hätte diverse negative Folgen. Aus dem Grund beschließt die Gemeinde Gmund einstimmig dem Verein zur Wahrung von Eigentum und Eigenständigkeit im Landkreis Miesbach beizutreten.

Punkt 6: Antrag auf Änderung des Flächennutzungsplanes im Bereich Steinberg für die Verlegung des Golfplatzes Margarethenhof

Ebenfalls etwas längere Diskussion mit einem Vortrag der Bauamtsleiterin Christine Lang. Am Ende wurde die Änderung des Flächennutzungsplanes einstimmig abgelehnt.

Punkt 7: Bauantrag auf Erweiterung des Golfplatzes Margarethenhof durch die Verlegung von 4 Golfbahnen auf das Gemeindegebiet Gmund, Steinberg.
Antragsteller: GAT – Golf am Tegernsee Grundstücksgesellschaft mbH & Co.KG

Auch dieser Punkt wurde wie Punkt 6 einstimmig abgelehnt. Somit wird es keine Erweiterung des Golfplatzes in Richtung Steinberg geben.

Punkt 8: Antrag auf Ersatzbeschaffung eines Löschfahrzeuges.
Antragsteller: Freiwillige Feuerwehr Gmund

Nach 30 Jahren muss ein neues Einsatzfahrzeug her. Insgesamt 300.000 Euro wird das kosten. Die Gemeinde soll 125.000 Euro übernehmen. Und nach dem einstimmigen Beschluss wird sie das auch tun. Allerdings voraussichtlich erst in 2011, da das Fahrzeug 2012 ausgeliefert werden soll.

Schule war das bestimmende Thema auf der gestrigen Gemeinderatssitzung.

Punkt 12: Sanierung bzw. Umbau des Grundschulgebäudes

Sehr kontroverses Thema. Viele der anwesenden Zuschauer waren eigens deswegen gekommen. Insgesamt geht es hier um die grundsätzliche Entscheidung ob der bisherige Standort neben der Kirche beibehalten werden soll oder ob die Grundschule komplett neu neben der neuen Realschule in Finsterwald aufgebaut wird. Die diskutieren Kosten liegen bei 4-5 Mio. Euro. Auf der grünen Wiese ist es etwas teurer. Aber auch die Sanierung/Umbau des bestehenden Gebäudes birgt hohe Kosten und Probleme mit den Anwohnern.

Nach langer und ausführlicher Diskussion hat sich der Gemeinderat fast einstimmig für den alten Standort entschieden. Die Grundschule bleibt also im Ort.

Bei der zweiten Entscheidung ging es um die Festlegung auf zukünftig 10 oder 12 Klassenräume.  In dem Fall wurde, auf Anraten der involvierten Lehrer, einstimmig für 10 Klassenräume gestimmt.

Punkt 13: Schulverband Gmund – Waakirchen

Es muss genauer heißen Schulverband Gmund-Waakirchen im Verbund mit der Hauptschule in Rottach-Egern. Von Preysing möchte das Thema Hauptschule noch nicht aufgeben und weiter mit allen beteiligten Gemeinden inklusive Waakirchen verhandeln. Entscheidend ist dass durch diesen Verband die Hauptschule in Rottach-Egern nicht gefährdet wird. Relevant wird das ganze aber sowieso erst für das Schuljahr 2011 / 2012. Der Gemeinderat hat dem Bürgermeister trotzdem schon mal einstimmig grünes Licht für weitere Gespräche gegeben. Wir sind gespannt.

Punkt 14: Planung der Realschule Gmund; hier: Sonderwünsche der Gemeinde Gmund

Die Sonderwünsche betreffen die neue 3-fach Turnhalle an der Realschule in Finsterwald. Und zwar wurde über die Tribüne diskutiert. Die vier Vorschläge reichten von einer Kapazität von 50 – 500 Zuschauern. Mobile oder feste Tribünen. Mit Schallabtrennung oder ohne. Für knapp 200 TSD, 500 TSD oder 1 Million Euro. Am Ende sprachen sich aufgrund der anstehenden Kosten 13 Gemeinderäte für die kleinste und günstigste Variante aus. 8 waren für die mobile Variante für knapp 600 TSD Euro.



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