Maximilian geht in die nächste Runde: Förderverein gegründet

Von Redaktion

Das komplette Areal des Maximilian soll neu gestaltet werden

Die ersten hitzigen Diskussionen zum Maximilian sind inzwischen bei vielen vielleicht schon wieder vergessen. Im Februar, bei der Bürgerwerkstatt im Neureuthsaal, wurden alle möglichen und unmöglichen Vorschläge vorgetragen und diskutiert: Von der Pizzeria mit Steinofen, über ein Ärztehaus bis zur günstigen Herberge für Radler und Räumen für die Volkshochschule reichten die Ideen. Wichtig war aber allen Beteiligten, dass das Maximilian für die Gmunder sein soll. Wellnesshotel oder Luxuswohnungen für Auswärtige wurden kategorisch abgelehnt.

Der Gmunder Bürgermeister Georg von Preysing, lies bei der Gelegenheit im Februar auch keine Zweifel aufkommen, dass er das Maximilian wohl am liebsten abreißen und so Platz für neues schaffen würde. Was inzwischen aber vom Tisch zu sein scheint. Gegenüber der Tegernseer Zeitung sagte Preysing jetzt: „Der Druck der Denkmalschützer sei inzwischen so groß, dass die Zukunft wohl auf Basis eines Erhalts zu planen sei.“

Auch bereits im Februar und ebenfalls bei der Bürgerwerkstatt kam die Idee eines Förderverein Maximilian auf. Siegrfried Thalmeier regte damals an, dass man das Maximilian auch mit der Hilfe der Bürger erhalten und nutzbar machen könne. Heute, zwei Monate später, verfolgen Thalmeier und einige Mitstreiter die Idee Förderverein Maximilian offenbar mit Nachdruck. Darunter auch Helga Wagner, Gemeinderätin für die Grünen.

In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde, als momentaner Eigentümer des Maximilian, wünschen sich die Förderverein-Gründer Mitspracherecht bei der Neugestaltung des Areals. Bevor es so weit ist, werden aber erstmal die Ideen aus der Bürgerwerkstatt von einer Expertenrunde begutachtet und auf Machbarkeit geprüft. Start dafür ist der 11. Mai.

Kein schöner Anblick: Bretterverschläge direkt am Abzweig zu Friedhof, Kirche und Rathaus

Neben den Bürgern und dem Förderverein haben inzwischen scheinbar aber auch schon mehrere Investoren ihr Interesse am Maximilian angemeldet. Bisher plant die Gemeinde allerdings keinen schnellen Verkauf, sondern will die Ergebnisse der Bürgerwerkstatt ernst nehmen und deren Realisierung prüfen.

Man darf allerdings gespannt sein, wie das Thema Verkauf aussieht, wenn die ersten Kosten- schätzungen auf dem Tisch liegen. Immerhin hat die Gemeinde Gmund in den nächsten Jahren mit dem Bau der neuen Realschule schon einen großen Kostenberg zu stemmen. Da kann das Geld im Gemeindehaushalt schnell mal knapp werden und ein Verkauf des Maximilian käme vielleicht wie gerufen.

Die komplette Dokumentation der Bürgerwerkstatt können Sie hier runterladen


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