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Eine Fusion im Landkreis Miesbach

Mehr Einfluss auf Wirtschaft und Tourismus

Von Filiz Eskiler

SMG + ATS = REO. Dieser Buchstabensalat soll im Landkreis Miesbach bald Realität werden. Die Standortmarketing-Gesellschaft (SMG) und die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) wollen fusionieren. Wird der Landkreis davon profitieren?

SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid (links) und Vorsitzender des UVM Unternehmerverbands Anton Stetter bei den Planungen zur Gestaltung des Kommunalunternehmens „REO“. / Quelle: Unternehmerverband Landkreis Miesbach e.V.

Grinsend blicken SMG-Geschäftsführer Alexander Schmid und Anton Stetter, Vorsitzender des Unternehmerverbands Landkreis Miesbach (UVM), in die Kamera. Sie arbeiten gerade an der Gestaltung des neuen Kommunalunternehmens „REO“, in lang: „Regionalentwicklung Oberland“. In nächster Zukunft werden die Standortmarketing-Gesellschaft Landkreis Miesbach (SMG) mit der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS) zu dem neuen Unternehmen fusioniert werden. Und wozu?

Anton Stetter, der nicht nur Vorsitzender des UVM ist, sondern auch Geschäftsführender Gesellschafter der Bavarian Distillers GmbH in Hausham, freut sich. Denn für den Verband bietet die Fusion mehr Gestaltungsmöglichkeiten. „Statt wie bisher die SMG wird dann die REO als Management-Organisation des UVM wirken“, verrät Stetter. So erreichen die zusammengeschlossenen Unternehmen mehr Effizienz und Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung. Es könne nun eng mit Experten in einem umsetzungsorientieren Team zusammengearbeitet werden.

Regionale Wirtschaft und nachhaltiger Tourismus?

REO wird die Aufgaben übernehmen, die vom Landkreis übertragen werden und wofür bisher SMG und ATS zuständig waren. Der Pluspunkt: „Dank seiner rechtlichen Konstruktion kann REO schneller und flexibler agieren, als es einer Behörde wie dem Landratsamt möglich ist“, erklärt der UVM. Dazu gehört unter anderem die Durchführung von Projekten zur wirtschaftlichen Entwicklung, das Akquirieren von Fördermitteln, die Vergabe von Aufträgen und die Einstellung von Fachkräften.

Vor allem für Wirtschaft und Tourismus soll REO Vorteile bieten. Stetter betont:

Wir brauchen eine einflussreiche Organisation, um unseren Landkreis weiterzuentwickeln. Vor uns liegen die großen Aufgaben der Gewinnung von Mitarbeitern und der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Fusionen wie diese gab es schon an anderen Orten, positive Beispiele finden sich im Landkreis Starnberg, im Allgäu und in Südtirol. Besonderes Vertrauen steckt Stetter wohl in zwei Männer: Alexander Schmid von der SMG und ATS-Vorstand Harald Gmeiner seien „erfolgreiche Protagonisten“, die das geplante Kommunalunternehmen zu einem „Erfolgsmodell“ werden lassen.

Über die grundsätzlichen Rahmenbedingungen muss erst noch abgestimmt werden. In einer der nächsten Sitzungen des Kreistags wird darüber entschieden. Diese sieht vor, dass ein Verwaltungsrat mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik festgelegt, sowie die inhaltliche Ausrichtung der REO bestimmt werden. Die Fusion von SMG und ATS soll noch im ersten Halbjahr 2022 abgeschlossen sein.


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