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Neue Abhilfe gegen Krankheit “Metabolisches Syndrom”

Von Redaktion

Eine neue Studie aus der Zeitschrift Psychological Medicine bringt zur Erkenntnis, dass Cannabis bei der Erkrankung “Metabolisches Syndrom” Abhilfe schaffen kann. Diese Erkrankung ist mit vielen gesundheitlichen Risiken, so wie etwa Herzinfarkten oder Diabetes, verbunden.

Gerade für Patienten und anfällige Menschen in den USA ist diese Studie interessant, denn in vielen Bundesstaaten ist medizinisches Marihuana erlaubt. Viele Menschen können ihre eigenen Hanfsamen kaufen, Pflanzen züchten und sich der heilsamen Wirkung ohne soziale oder politische Risiken erfreuen.

Metabolisches Syndrom

Das metabolische Syndrom ist fast eine Volkskrankheit in den USA. Mehr als ein Drittel der Erwachsenen leidet darunter, wenn man den Gesundheitsstatistiken Glauben schenken darf. Metabolisches Syndrom ist eigentlich nur indirekt eine Krankheit – vielmehr ist es eine Ansammlung von Symptomen, die mehrere Risikofaktoren mit sich bringen. Hoher Blutdruck, anomale Cholesterinspiegel, sehr hoher Blutzucker und viel Bauchfett gehören zu den Anzeichen für eine schlechte Gesundheit und ein gefährdetes Leben. Diese Symptome gehören zudem auch zu den Frühwarnzeichen für Herzinfarkte und Diabetes.

Die Ergebnisse der Studie, die in der angesehenen Zeitschrift Psychological Medicine veröffentlicht wurde, implizieren dass Cannabiskonsumenten weniger Anzeichen für das metabolische Syndrom aufweisen. Die Studie basiert auf einer Teilnehmerzahl von 1,813 und wurde in Australien erhoben. Die Daten wurden einer nationalen Erhebung über Psychosen entnommen, bei der es auch um den Konsum von Cannabis ging. Die Ärzte, die für den Bericht verantwortlich sind, schreiben dass die Cannabiskonsumenten in ihrer Studie – im Vergleich zu den Nicht-Konsumenten – deutlich weniger wahrscheinlich metabolisches Syndrom aufwiesen.

Zwar sind auch andere Faktoren ausschlaggebend – so wie etwa Lebensstil, die kognitiven Funktionen eines einzelnen Teilnehmers, die Einnahme von Medikamenten und Psychopharmaka, soziodemographische Merkmale, Herkunft und Krankheiten – allerdings bestätigen die Autoren der Studie, dass die Zusammenhänge zwischen Metabolischem Syndrom und Cannabisnutzung trotzdem signifikant seien.

Therapeutische Wirkung

Diese neuen Erkenntnisse sind nicht die einzigen, die auf einen solchen Zusammenhang hinweisen. In ihrem Bericht benennen die Forscher eine ältere Studie, die ebenfalls eine signifikante Verbindung zwischen Cannabiskonsum und metabolischen Verbesserungen bekräftigt. So habe Cannabis einen eher positiven Einfluß auf die kardiometabolischen Abläufe im Körper bei Nutzern im Vergleich zu Nicht-Nutzern.

Hierbei ist auch noch mal zu unterscheiden, dass die positive Wirkung von Cannabis zur Prävention des metabolischen Syndroms vor allem bei denjenigen Nutzern hoch war, die Cannabis in hohen Maßen (also mindestens ein Mal pro Woche) konsumierten. Eine Erklärung ist, dass THC eine therapeutische Wirkung hat, die sich über mehrere Wochen im Körper hält und sich so entfalten kann.

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Dieser Artikel steht nicht im Zusammenhang mit der Redaktion oder redaktionellen Inhalten.


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