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Krisenstab für Ukraine-Hilfe eingerichtet

Miesbach rechnet mit größerer Zahl an Flüchtlingen

Von Nina Häußinger

Der Landkreis Miesbach bereitet sich auf die Ankunft von Flüchtlingen aus dem Kriegsgebiet in der Ukraine vor. Jeder einzelne Bürger kann helfen. In Bad Wiessee wurde bereits ein Gebäude für Ankömmlinge bereitgestellt.

Im Seegarten im Wiesseer Ortskern sollen wenn nötig Flüchtende untergebracht werden

Seit einer Woche steht die Welt in Europa auf dem Kopf. Russland griff genau vor sieben Tag die Ukraine an. Seitdem herrscht Krieg. Zahlreiche Menschen versuchen ihr Heimatland zu verlassen und in Nachbarstaaten Schutz zu finden.

Auch der Landkreis Miesbach rechnet aktuell mit der Ankunft einer größeren Zahl von Geflüchteten und hat bereits einen Krisenstab eingerichtet. “Noch ist nicht absehbar, wann, wo und wie viele Geflüchtete im Landkreis ankommen werden”, so eine Sprecherin aus dem Landratsamt. Das Ziel des Landratsamtes sei es jetzt: Vorbereitung, so gut es geht, um Geflüchteten aus dem Kriegsgebiet bei Bedarf die bestmögliche Unterstützung im Landkreis Miesbach zu bieten.

Wer hat eine Wohnung für ukrainische Flüchtende frei?

Das Landratsamt entwickelt derzeit eine Plattform, auf der hilfsbereite Landkreisbürger u.a. Wohnungsangebote einstellen können, die dann bei Bedarf an Geflüchtete aus der Ukraine vermittelt werden. Landkreisbürger, die helfen wollen, werden um Geduld gebeten, mit der Meldung ihres Unterstützungsangebots zu warten, bis die Plattform aktiv ist. “Die Mitarbeiter des Landratsamtes arbeiten unter Hochdruck daran, alle notwendigen Informationen zu beschaffen und zentral zusammenzustellen, damit die Wohnungsangebote so sinnvoll wie möglich gesammelt werden können”, heißt es weiter. Die Plattform werde noch in dieser Woche unter www.landkreis-miesbach.de/ukrainehilfe veröffentlicht.

Leider gebe es aktuell noch viele offene Fragen, gerade zu Einreise und Aufenthalt in Deutschland und Europa, aber es wurden den Landratsämtern bereits zeitnahe, überregionale Lösungen angekündigt. Fest steht: Alle Geflüchteten aus der Ukraine müssen sich persönlich im Ankunftszentrum in München registrieren.

Es sei aktuell für Ukrainer nach der Einreise nicht zwingend erforderlich, sich bei der Ausländerbehörde anzumelden, deshalb sei es nicht möglich, eine genaue Zahl der bereits im Landkreis angekommenen Geflüchteten anzugeben. Eine Sprecherin sagt:

Bisher sind bei der Ausländerbehörde Anfragen von Geflüchteten aus der Ukraine oder deren Helfern zum Aufenthalt im Landkreis im mittleren zweistelligen Bereich eingegangen. Alle Anfragenden sind bisher privat untergekommen und werden auch privat unterstützt.

In Bad Wiessee hat man bereits mit der Prüfung begonnen, welche Wohnungen im Bestand des Kommunalunternehmens für eine mehrmonatige Zwischennutzung durch ukrainische Kriegsflüchtlinge in Frage kämen.

Eine Unterkunft wurde bereits gefunden. Der Eigentümer des Hotels Seegarten Peter Neumann habe sich gerne dazu bereit erklärt, Hotelzimmer für eine mehrmonatige Zwischennutzung durch ukrainische Kriegsflüchtlinge kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Voraussichtlich können damit Flüchtlinge gut die Hälfte des 20 Zimmer umfassenden Hauses beziehen.

Die beiden geschäftsführenden Gesellschafter von Rock Capital, Peter G. Neumann und Christian Lealahabumrung, sagen: „Der Krieg macht uns fassungslos, wütend und traurig. Wir hoffen, dass wir mit der kostenlosen Unterkunft zumindest einen kleinen Beitrag für die flüchtenden Menschen leisten können. In diesen dunklen Zeiten wollen wir auch andere ermutigen, den Kindern, Frauen und Männern etwas Licht zu spenden. Jede Hilfe zählt. Wir wollen damit zudem zeigen, für welche Werte wir einstehen: Frieden, Freiheit und Menschlichkeit“.

Ein Artikel mit allen Hilfsangeboten im Landkreis Miesbach folgt auf der Seite der Tegernseer Stimme.


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