Schnelles Internet fürs Tal
Mit Breitband in die Zukunft

von Katrin Kronschnabl

Der Breitbandausbau in ländlichen Regionen ist schon seit Langem ein viel diskutiertes Thema. Auch für uns im Tal stellt sich die Frage, ob, wann und vor allem wie man zu schnellerem Internet kommt. Doch die Gemeinden legen nun einen Zahn zu.

Hier kann man sehen, an welchen Stellen schon Breitbandnetze vorhanden sind
Hier kann man sehen, an welchen Stellen schon Breitbandnetze vorhanden sind.

Ewiges Laden und Warten auf das Internet gehören mit dem Breitbandausbau hoffentlich bald der Vergangenheit an. Denn seit Dezember 2012 unterstützt der Freistaat in einem weiteren Förderprogramm den gebietsweisen Aufbau eines schnellen Internets.

Anzeige

Ausbau fast nur mit Fördergeldern

Bis jetzt versorgen noch immer Schmalbandtechniken die meisten Gebiete im Tal. Verständlich also, dass Bürgerinnen und Bürger auf Verbesserung drängen. Vor allem in Moosrain sieht die Breitbandverbindung doch noch sehr mager aus. Hier verfügen meist weniger als 10 Prozent der Haushalte über schnelles Internet. Doch der Ausbau ist vorgesehen, allerdings erst für 2017. Hier besteht auch in Dürnbach und Festenbach Nachholbedarf.

Besonders Gewerbe und Betriebe sind auf High-Speed-Internet angewiesen. Für private Netzbetreiber lohnt sich die Investition in ländlichem Gebiet allerdings nicht, weshalb der Ausbau ohne staatliche Fördermittel kaum möglich ist. Förderberechtigt sind aber nur Regionen, die bis jetzt mit weniger als 30 Mbit pro Sekunde zurechtkommen mussten.

Das ist in Festenbach und Dürnbach mit maximal 16 Mbit pro Sekunde ganz klar der Fall. Ziel der Förderung ist eine Datenübertragung von mindestens 50 Mbit pro Sekunde. Auch die Gemeinde Rottach-Egern soll gut 60 Prozent der Kosten aus Fördergeldern erstattet bekommen, auch wenn sie bereits vergleichsweise gut angeschlossen ist.

Gemeinden setzen auf Teamwork

Obwohl sich die bereitgestellten Fördermittel für den Landkreis auf rund 14,5 Millionen Euro belaufen, müssen Gemeinden immer noch erhebliche Mittel selbst aufbringen. Denn der Freistaat kann und darf den Breitbandausbau nur bis zu einem bestimmten Teil fördern. Momentan sind die Gemeinden noch dabei, den „Istzustand“ der Breitbandversorgung zu ermitteln, um den jeweiligen Bedarf festzustellen.

Doch beim Ausbau wollen die Kommunen künftig besser zusammenarbeiten. Bürgermeister Christian Köck von Rottach-Egern meinte dazu in der jüngsten Gemeinderatssitzung: „Wir wollen schauen, inwieweit wir mit den Nachbarn zusammenarbeiten können.“ Auch die Stadt Tegernsee will, so Bürgermeister Hagn, „interkommunal arbeiten“. „Wir stehen in enger Kooperation mit dem E-Werk und Kabel Deutschland“, erzählt der Bürgermeister.

Im vergangenen Jahr konnten nur wenige Maßnahmen realisiert werden. Mit einem Baubeginn in größerem Umfang ist erst ab diesem Jahr zu rechnen. Erste Förderbescheide wurden wohl bereits erteilt und teilweise beginnt man schon mit den Baumaßnahmen. Fest steht, dass die Gemeinden in dieser Sache nun Gas geben.

SOCIAL MEDIA SEITEN

Aktuelles Allgemein

Diskutieren Sie mit uns
Melden Sie sich an und teilen Sie
Ihre Meinung.
Wählen Sie dazu unten den Button
„Kommentare anzeigen“ aus