Per Elektroantrieb in die Zukunft

von Nicole Posztos

Seit zwei Wochen besitzt die Gemeinde Waakirchen ein Elektrofahrzeug. Einsatzgebiet des etwa 30.000 Euro teuren Spezialanfertigung: Tätigkeiten des Bauhofs. Große Freude bereitet das Auto vor allem Bürgermeister Peter Hartl. “Wir haben keine eigenen Haushaltsmittel für den Kauf einsetzen müssen.”

Insgesamt 31 Sponsoren haben in die Tasche gegriffen und das Fahrzeug finanziert. Gestern wurde das “E-Mobil” vorgestellt.

Bei der Vorstellung des E-Mobil. Von links: Balthasar Brandhofer (Geschäftsstellenleiter Sparkasse), Sepp Hartl, Martin Reiter (Stellvertretender Bauhofleiter), Reinhold Pajung (Riedl & Kaiser), Peter-Friedrich Sieben (Marketingleiter Sparkasse), Erwin Weizmiller (Zweiter Bürgermeister Waakirchen)

“Knapp 100 Kilometer Reichweite mit einer Aufladung. Das ist zwar nicht viel, aber es reicht für unsere Zwecke.” Martin Reiter, der stellvertretende Bauhofleiter freut sich auf das Fahrzeug.

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Trotz 12 PS und einer Maximalgeschwindigkeit von 40 km/h, sei das Auto keineswegs ein Leichtgewicht. 15 Zentner Aufladung sind möglich. Nicht wenig bei einer Länge von 3,80 Metern und 1,10 Meter in der Breite. Wendig sei es und vor allem besitzt es keine Verschleißteile wie einen Auspuff, so Reiter.

“Die ersten Schritte in Richtung Energiewende”

Dass das Thema Elektromobilität eine so große Relevanz erfährt, so Reinhold Pajung von der Degendorfer Aufbaufirma Riedl & Kaiser, damit konnte man vor ein paar Jahren noch nicht rechnen. Erst seit zwei Jahren habe da “langsam ein Umdenken in den Gemeinden stattgefunden”. “Seit dem Unglück in Fukushima hat sich dieser Prozess allerdings beschleunigt”, so Pajung.

Man kann also davon ausgehen, dass auch andere Gemeinden im Landkreis auf den “Elektrozug” aufspringen werden. Vor allem, wenn sich wie in Waakirchen Sponsoren für die Finanzierung finden lassen. Gutes tun ohne was dafür zu bezahlen, davon träumen nicht nur Kämmerer.

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