"Rettet die Schwaighofbucht" will Engagement beweisen

Mit Mistgabeln gegen Schlamm

Von Nina Häußinger

Mit Mistgabeln wollen die Anwohner der Schwaighofbucht jetzt gegen Schlamm, Seegras und Geäst vorgehen. Eine große Aktion am Samstag soll der Regierung von Oberbayern beweisen, wie wichtig den Bürgern der Erhalt des Seezugangs ist. Während die Tegernseer Engagement beweisen, wartet man im Rathaus auf eine Antwort von Markus Söder.

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Problemkind Schwaighofbucht. Die kleine Bucht in Tegernsee ist derzeit ein viel diskutiertes Thema. Durch die Unmengen an Schlamm und Seegras wird nicht nur das Baden in der Bucht unmöglich. Auch die Wasserqualität leidet und es entwickeln sich unangenehme Gerüche.

Die Tegernseerin Gertraud Eberwein fordert daher mit der Petition „Rettet die Schwaighofbucht“ ein Eingreifen der Behörden. Die Bucht soll ausgebaggert werden.

Mit Ramadama Engagement beweisen

Zuständig für das Anliegen der engagierten Tegernseerin ist der Freistaat Bayern. Eine Unterschriftenliste hat Eberwein bereits an den Bürgermeister Johannes Hagn übergeben. Der verkündete in der Stadtratssitzung am vergangenen Dienstag, die besagte Liste bereits an Markus Söder weitergereicht zu haben. Bisher warte er jedoch noch auf Antwort.

Die Tegernseer Bürger wollen jedoch derweil nicht untätig abwarten. Eine Ramadama-Aktion am kommenden Samstag soll zeigen, wie wichtig den Betroffenen ihr Anliegen ist. Eberwein ist überzeugt:

Wenn wir Eigeninitiative beweisen, ist die Regierung eher bereit etwas zu tun.

Bei der Aktion sollen Algen und Äste entlang des Seeufers heraus gefischt werden. Jeder der Lust und Power hat kann mit Schaufel, Rechen oder Mistgabel anrücken. „Für uns ist es essentiell, dass der See bleibt“, betont die Tegernseerin.

Von 9 bis 14 Uhr wird die Aktion dauern. Dabei will Eberwein Brezen und Getränke für alle Helfer bereitstellen. Die zusammengetragenen Äste und Algen werden dann am Montag kostenlos von der Stadt abgeholt.


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