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Umgehungsgegner machen mobil

Mit Vollgas gegen verhasste Straßen

Von Daniela Otto

Die Umgehungsgegner sehnen sich nach Entschleunigung – und geben selber Vollgas: „Hartpenning muckt auf“ und „Stop Südumgehung“ haben eine Unterschriftenaktion gestartet und informieren an den nächsten Wochenenden auf dem Holzkirchner Marktplatz.

Die beiden Initiativen wollen ihre Kräfte bündeln – und das soll erst der Anfang sein.

Schön ist die Holzkirchner Flur - so soll es nach Meinung der Umgehungsgegner auch bleiben.
Schön ist die Holzkirchner Flur – so soll es nach Meinung der Umgehungsgegner auch bleiben.

Seit Anfang Juni läuft nun die Unterschriftenaktion „Deine Naherholung – keine Südumgehung“, die von den Umgehungsgegnern initiiert wurde: „Hartpenning muckt auf“ und „Stop Südumgehung“ bitten die Bürger um Unterstützung. Den „Ausverkauf“ des Naherholungsraumes, wie es auf der Website von „Hartpenning muckt auf“ heißt, wollen die Kritiker der neu geplanten Umgehungstrassen nicht hinnehmen.

Die Gegner, die ihre Kräfte mit den geplanten Aktionen „bündeln“ wollen, so Georg Sigl von „Stop Südumgehung“, kritisieren vehement den neu aufgestellten Flächennutzungsplan. Laut Meinung der beiden Initiativen sei das Ziel der Holzkirchner Ortsentwicklung „weiteres schnelles Wachstum und Erschließung sowie der Bau der Südumgehung“. Für die Initiatoren ein Dorn im Auge. „Die Südumgehung ist zwar vom Plan verschwunden“, erklärt Sigl, „jedoch noch im Wortlaut enthalten.“

Sigl und seine Mitstreiter hätten „etliche Fehler“ im Plan gefunden: „Es besteht enormer Nachbesserungsbedarf“, so Sigl, dem es ein Anliegen ist, die Bürger zu informieren und mitzunehmen, wie er selbst sagt.

Infostände an den kommenden Wochenenden

Um dieses Anliegen zu verwirklichen, sind beide Vereine an den kommenden drei Samstagen, 21.06., 28. 6. Und 5. Juli, jeweils von 8-12 Uhr, gemeinsam mit Informationsständen am Holzkirchner Marktplatz präsent. Unter dem Motto „Wir sind uns sicher, aber wie sehen das andere Holzkirchner Bürger?“ wollen die Umgehungsgegner auf die Fragen der Menschen zum Thema Umgehungsstraße antworten, wie Michael Konder von „Stop Südumgehung betont.

Es geht uns mit unserem Marktplatzstand vor allem um Transparenz und echte Diskussion, darum, was Holzkirchen wirklich will.

Wie Konder betont, solle der Dialog mit den Bürgern im Fokus stehen. „Vielleicht sehen die Menschen das ja auch anders“, sagt er selbstkritisch. Eventuell müsse man auch nochmal in eine andere Richtung schwenken: „Wir sind offen für neue Alternativen. Wenn jemand eine bessere Idee als wir hat – her damit.“

Auch wenn die Umgehungsgegner derzeit mit Nachdruck mobil machen, haben sie ihr Pulver noch lange nicht verschossen. Besonders die Hartpenninger meinen es ernst: Sie fordern nicht nur ein Aus für die Umgehungsvariante, die sie unmittelbar betreffen würde, sondern auch für ihr Dorf verkehrsberuhigende Maßnahmen – und wollen sich bald mit einem Antrag an die Marktgemeinde wenden.

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