Motorradtouren rund um den Tegernsee

Oberbayern ist ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen, vor allem für Fans von Motorrädern. Die Region des Voralpenlandes rund um den Tegernsee bietet unzählige Möglichkeiten, für wenige Tage oder einige Wochen die Gegend per Motorrad zu erkunden. Der Tegernsee ist rund eine Stunde Fahrtzeit von München entfernt und bietet mit einer Fläche von neun Quadratkilometern genügend Platz für zahlreiche Wassersportarten wie Segeln, Schwimmen, Surfen oder Ruderbootfahren. Interessante Bergtouren-Tipps für die naheliegenden Schlierseer Berge gibt es auf dieser Homepage.

Der Tegernsee ist maximal 73 Meter tief.
Der Tegernsee ist maximal 73 Meter tief.

Motorradfahrer mögen die Gegend, da sie abwechslungsreiche Strecken zwischen Bergen, Seen und uriger Landschaft anbieten. Es gibt viele Gaststätten und Herbergen, an denen es sich für eine kurze oder längere Rast verweilen lässt. Besonders das Tegernseer Bier gehört zu den beliebtesten Bieren der Region, was dieser Artikel ausführlich erläutert. Zu den größten Städten und Gemeinden der Region gehören Gmund, Rottach, Bad Wiessee, Kreuth und in der Nähe Bad Tölz, Miesbach und Warngau.

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1. Von Bad Tölz bis Kurstein und Jenbach

Eine schöne Tour führt um den Tegernsee herum bis zu einer Rundreise nach Tirol und zurück. Der Startpunkt ist Bad Tölz und die nächstgrößere Gemeinde auf dem Weg Waakirchen. Sie liegt auf dem Moränenzug zwischen den ehemaligen Gletschern Isar und Tegernsee der Eiszeit. Eine Besonderheit ist das Schaftlacher Kreuz der Heilig-Kreuz-Kirche im zugehörigen Schaftlach, das höchstwahrscheinlich aus dem Tegernseer Kloster stammt und auf 970 n.C. geschätzt wird. Es ist eines der ältesten Monumental-Kruzifixe. Weiter geht es über Bad Wiessee nach Rottach-Egbern. Von hier aus starten die Touren zum Wallberg, der einer der beliebtesten Gipfel des Mangfallgebirges ist. Die Wallbergbahn bringt Touristen auf das Wallbergplateau au 1.620 Metern Höhe. Das Wahrzeichen des Bergs, das Wallberg-Kirchel ist in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Ab und zu sind heimische Steinadler zu beobachten.

Die Stadt Tegernsee ist ebenfalls einen Stopp wert, da sie wie viele Orte der Region als heilklimatischer Kurort gekennzeichnet ist. Das Kloster Tegernsee war im Mittelalter höchst bedeutend und ist immer noch im Besitz der Wittelsbacher und führt darüber hinaus das bekannte Bräustüberl. Dieser Geschichtsrückblick erläutert die Bedeutung des Klosters. 

In Gmund sind viele Gebäude denkmalgeschützt.
In Gmund sind viele Gebäude denkmalgeschützt.

Der nächste Stopp der Reise ist Gmund am Tegernsee. Die Gemeinde blickt auf eine lange Geschichte zurück, denn ihre erste Erwähnung fand 1075 statt. Sie ist der größte Ort direkt am Tegernsee und Ursprungsort der Mangfall, des linken Nebenflusses des Inns. Weiter geht die Fahrt über Hausham an den Schliersee. Dieser See hat eine Fläche von zwei Quadratkilometern und beherbergt zahlreiche Wirtshäuser und Gaststätten.

Bayrischzell ist der nächstmögliche Stopp, dessen Landkreis bereits an Österreich heranreicht. Von dort aus erreichen Biker den Ursprungpass, der Bayrischzell mit Landl verbindet, mit einer Steigung von maximal 13 Grad. In Österreich geht es am malerischen Thiersee vorbei zur Stadtgemeinde Kufstein, die durch das Kaisergebirge umschlossen ist. Die Festung Kufstein ist das Wahrzeichen der Stadt und immer einen Ausflug wert. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Tiroler Glashütte oder die malerische Altstadt. An den Brandberger Alpen entlang führt die Strecke über Kundl und Kramsach bis nach Jenbach. Die Marktgemeinde liegt auf 570 Meter Seehöhe und ist Startpunkt der historischen Zahnradlokomotiven bis zum Achensee und des Dampfzuges der Zillertalbahn ins Zillertal.

Abschließend geht die Tour zurück nach Deutschland am Achensee entlang nach Achenkirch über den Achenpass. Je nach Motivation, Zeit und Wetterbedingungen dauert die Tour fünf bis acht Stunden, bei rund 200 bis 250 Kilometern. Wer sich ein bis zwei Tage Zeit nimmt, kann die ganzen Sehenswürdigkeiten in Ruhe erkunden.

2. Kleine Runde Miesbach bis Rosenheim

Diese kurze Tour startet in der Kreisstadt Miesbach, die nördlich des Schliersees zu finden ist. Die Stadtpfarrkirche überragt alle Gebäude der Altstadt, die vor allem für ihre Feste und Märkte bekannt ist. Über Hausham geht es nach Neuhaus südlich des Schliersees. Am Ortsrand ist das Bauernhof- und Wintersportmuseum zu finden. Auf der B307 verläuft die Tour weiter bis zur Bergbahnen Sudelfeld bei Bayrischzell. Im Winter ist dieses Skiparadies ein wahrer Touristenmagnet. Der nächste Abschnitt verläuft über die Tatzelwurmstraße, benannt nach dem alpenländischen Fabeltier, als nächster Verwandter des Drachen und Lindwurms. 

Der Florianiberg bei Oberaudorf ist nach einem Heiligen benannt.
Der Florianiberg bei Oberaudorf ist nach einem Heiligen benannt.

Dorthin führt er nach Oberaudorf, in welchem sich die Sagen darum ranken. Oberaudorf liegt im Kaiser-Reich zwischen den Gebirgsmassiven des Zahmen Kaisers und des Wilden Kaisers. Auf der Rosenheimstraße geht es nun in Richtung Rosenheim mit Stopps in Brannenburg und Großholzhausen. Dort befindet sich die Moorerlebnis-Station Sterntaler Filze. Weitere Informationen gibt es auf folgender Homepage. Die Tour führt am Moor vorbei nach Pang und über Brucklach und Schwaig schließlich nach Rosenheim. Die Strecke beträgt ungefähr 80 bis 100 Kilometer und dauert rund zwei Stunden.

3. Wichtige Informationen zur Motorradtour

Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen auf den Alpenstraßen und Bundesstraßen der Region. Besonders um Bayrischzell herum auf der Sudelfeldstrecke finden viele Motorradfahrer ihr Leben. Vorsicht ist im Frühjahr und Herbst geboten, da die Straßen durch Nässe sehr glatt sein können. Sportmodelle und Rennmaschinen sind unter Motorradtourenfahrer sehr beliebt. Um sie gut kontrollieren zu können, sollten die Fahrer sich auf die Motorradsaison vorbereiten und sich körperlich fit halten. Wichtige Aspekte sind eine gute Ausdauer, Koordination und Krafttraining, um Fehlhaltungen zu verhindern, die Stürze durch Übermüdung auslösen können. Beschleunigungskräfte und Bremsvorhaben wirken sich auf Armmuskulatur, aber auch auf Schultern und Nacken aus. Vor allem die Fliehkräfte können sehr stark sein. Deshalb ist es ebenso wichtig, sich ein gutes Motorradmodell auszusuchen, dessen Gewicht mit den eigenen Bedürfnissen nach Geschwindigkeit und PS übereinstimmen und das der Fahrer selbst gut kontrollieren kann.

Zum Beispiel gibt es Modelle, die bei 200 PS rund 200 Kilogramm auf die Waage bringen und Fahrspaß mit Sicherheit vereinigen können. Mehr Informationen über leichtere Motorräder mit entsprechender PS finden sich bei
http://www.autoscout24.de

Neben der Fitness und passendem Fahrzeug sollten Fahrer vor allem in den Serpentinen der Alpen vorsichtig fahren. Um Sicherheit zu besitzen, sollten sie die Kurve außen einen halben Meter von der Mittellinie oder dem Randstreifen entfernt anfahren, um den Kurvenausgang nicht zu weit auf der Gegenfahrbahn oder dem Randstreifen zu halten. Dies ist für breite Strecken der Fall, denn enge Straßen sollten möglichst enge Fahrlinien besitzen.

Bildquellen:

Abbildung 1: Pixabay.com © Dieter_G (CC0 1.0)

Abbildung 2: Wikimedia.commons.org © Aisano (CC BY-SA 3.0)

Abbildung 3: Wikimedia.commons.org © Rufus46(CC BY-SA 3.0)

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