Mountainbikekonzept für das Tal

von Laetitia Schwende

Seit dem Sommer 2020 wird an einem nachhaltigen Mountainbike-Konzept für die Region gearbeitet. Nach über einem Jahr der Arbeit daran kann nun ein erstes Zwischenfazit gezogen werden.

Das Mountainbikekonzept macht Fortschritte.

Die problematische Ausgangssituation hatte alle Teilnehmer des Projekts, nämlich die Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS), die Unteren Naturschutzbehörde des Landratsamtes Miesbach (UNB), die Gebietsbetreuung Mangfallgebirge und allen wichtigen Akteuren der Mountainbikeszene ursprünglich zum Handeln veranlasst.

Die Kombination aus eintönigen Schotterstraßen für immer anspruchsvollere Mountainbiker auf der Suche nach Trails und modernen Anlagen, führte zu illegalen Trails und Konfrontationen mit Fußgänger, sodass Natur und Menschen gleichermaßen geschädigt wurden.

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Ziel: Nachhaltiges Konzept- attraktiv für Einheimische

Um diese unzufriedenstellende Situation zu verbessern, arbeiten die Steuerungsgruppe sowie der Runde Tisch Mountainbike mit Vertretern von Grundstückbesitzern, Mountainbike-Vertretern, Naturschutz und Tourismus unter Leitung der ATS an Lösungen. Thematisch setzen sie sich mit Haftung und Recht, Angebot, Kommunikation sowie Kontrolle auseinander. Dabei ist es ausgewiesenes Ziel, ein naturnahes und nachhaltiges Mountainbike-Angebot zu schaffen, das auch für Einheimische attraktiv ist.

Bereits erste Erfolge

Einige kleine Erfolge ließen sich bisher schon verbuchen. So wurde das Frühjahr dazu genutzt, die Gebiete der Region zu ermitteln, bei denen eine Lenkung im Bereich Mountainbike notwendig wäre – so zum Beispiel am Schwarzenberg, rund um die Stockeralm oder von Kreuth in Richtung Grubereck.

In einigen dieser Gebiete wurden in Rücksprache mit den Grundstücksbesitzern Dauerzählungen von Mountainbikern und Wanderern über mehrere Monate vorgenommen, um die derzeitige Frequenz besser abschätzen zu können. Deutlich wurde dabei: Gegenseitige Rücksichtnahme ist von zentraler Bedeutung für ein gutes Miteinander von Fahrradfahrern und Fußgängern.

Projekt soll bis 2023 abgeschlossen sein

Außerdem wurde ein Haftungs- und Betreiberkonzept erarbeitet, welches Grundstückbesitzer maximal von der Haftung entlastet, die Wegpflege regelt und wichtige Themen der Waldbewirtschaftung, sowie Almbetrieb und Schutz des Wildes berücksichtigt.

Nun geht es daran, potentielle Wege weiter zu identifizieren und mit Grundstücksbesitzern ins Gespräch zu kommen. Dann sollen baldmöglichst auch Ortbegehungen stattfinden. Ziel ist es im Jahr 2022 bereits erste Wege offiziell ausweisen zu können, um im Jahr 2023 das Projekt abzuschließen.

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