Mißglückte Christmas Party: Nachhilfe in Sachen Party-Organisation

Von Redaktion

Julian Siebach gab Nachhilfe bei der Organisation größerer Partys

Ergänzung vom 06. Mai / 00:22 Uhr
Im letzten Dezember, nach der aus dem Ruder gelaufenen Christmas-Party in Bad Wiessee, hatte Julian Siebach noch im Gespräch mit uns erläutert, wie er zukünftig mithelfen möchte, dass die Jugendlichen nicht mehr in ähnliche Probleme wie beim Wandelhallen-Fiasko geraten:

Auch wir haben einiges gelernt und werden voraussichtlich zusammen mit der Schule eine Art Workshop für die 11. und 12. Klasse anbieten, mit dem Titel „Wie plane ich eine große Abiparty?“
Damit wollen wir niemanden bevormunden, sondern eher informieren und andere an unserer Erfahrung bei der Organisation großer Feiern teilhaben lassen. Ich denke das ist zielführender, als jetzt alles reflexhaft verbieten zu wollen.

Nicht selten folgen großen Ankündigungen wenig Taten. Doch in diesem Fall hielt Siebach sein Versprechen. In einem Workshop vor knapp 30 Gymnasiasten der 11. Klasse erläuterte der Chef des Wiesseer GS Eventbüro das kleine Einmaleins der Party-Organisation: Genehmigungen, Sicherheitsbestimmungen, Einladungen, Getränke und Essen.

Dabei machte Siebach deutlich, dass bei Veranstaltungen mit annährend 1.000 Besuchern immer was schief laufen kann, auf das man sich einfach nicht zu 100% vorbereiten kann. Flexibilität und das Bewusstsein sich im Vorfeld mit erfahrenen Profis auszutauschen und auch deren Tipps anzunehmen, sind aus dem Grund mitentscheidend für eine erfolgreiche Party im etwas größeren Maßstab. Als Abschluß stattete er „seine“ Schüler mit einer Liste aus, auf denen die wichtigsten Punkte für eine sauber organisierte Party aufgeführt sind.

Auf dass die nächste Christmas-Party in der Wandelhalle gesitteter und organisierter abläuft.

Ursprünglicher Artikel vom 20. Dezember mit der Überschrift: „Polizeimeldung: Öffentliche Party in Wiesseer Wandelhalle gerät aus den Fugen“
Wie gestern kurz angedeutet ist die Christmas Party der Tegernseer Oberstufe scheinbar ein wenig außer Kontrolle geraten. Zu viel Ansturm, zu viel Alkohol bei einigen Besuchern und zeitweise Chaos bei der Koordination brachten die Veranstalter dazu, die Party gegen 2 Uhr abzubrechen.

Mittlerweile hat sich auch die Polizei zu Wort gemeldet. Kommentiert die Vorkommnisse und die Auswirkungen aber relativ gelassen.

Genauso wie der Betreiber der Wandelhalle Julian Siebach. Im Gespräch mit der Tegernseer Stimme verweist er auf die mangelnde Erfahrung und ein gewisses Maß an Selbstüberschätzung bei den Veranstaltern. Gerade die hohe Zahl an unerwarteten Gästen – die Veranstalter sprachen von 1.000 Besuchern – hatte die Verantwortlichen laut eigener Aussage „komplett überrascht“. Zwar hatten Siebach und sein Team im Vorfeld auf die Risiken hingewiesen und Unterstützung bei der Organisation angeboten. Dies wurde allerdings nicht in Anspruch genommen. Somit sind, neben verlorengeganger Ausweise und etlicher Jacken, auch in der Halle einige kleinere Schäden zu verzeichnen, die aber „größtenteils mit ein paar Eimern Farbe, etwas Zeit und zehn kräftigen 18-jährigen Gymnasiasten gut in den Griff zu bekommen sein werden“, so Siebach nach eigener Aussage.

Auch wir haben einiges gelernt und werden voraussichtlich zusammen mit der Schule eine Art Workshop für die 11. und 12. Klasse anbieten, mit dem Titel „Wie plane ich eine große Abiparty?“
Damit wollen wir niemanden bevormunden, sondern eher informieren und andere an unserer Erfahrung bei der Organisation großer Feiern teilhaben lassen. Ich denke das ist zielführender, als jetzt alles reflexhaft verbieten zu wollen.

Hier noch der Vollständigkeit halber die Polizeimeldung von heute Nachmittag:

Aktuelle Polizeimeldung der Dienststelle Bad Wiessee


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