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Brauhaus Tegernsee

Neue Abfüllanlage bereits in Betrieb

Von Nicole Posztos

Ergänzung vom 26. Februar / 18:49 Uhr
Die Bauarbeiten am neuen Tegernseer Abfüll- und Lagergebäude sind seit ein paar Monaten abgeschlossen. Geplant war die Eröffnung für Ende 2011. Und scheinbar wird auch schon seit einiger Zeit fleißig gearbeitet. Nur eben hinter den Kulissen.

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Der monumentale Bau wurde laut einem Bericht des Merkur Ende des vergangenen Jahres in Betrieb genommen. Auf einer Länge von 104 und einer Breite von 98 Metern ist nun genug Platz, um für die Zukunft gerüstet zu sein. Das Brauhaus hat große Expansionspläne. Und für die ambitionierten Ziele war es unerlässlich, das Gebäude an der Gmunder Kreuzstraße zu errichten.

Gegenüber dem Merkur betont Geschäftsführer Christian Wagner jedoch, dass auch zukünftig in Tegernsee gebraut werden soll. Gmund werde ausschließlich mit fertigem und fünf bis sechs Wochen in Tegernsee gelagerten Bier beliefert. “Dort wird filtriert, auf Flaschen und Fässer umgefüllt, verladen und wie jeher an die Gastronomie geliefert”, so Wagner weiter.

Ein nicht unwichtiger Punkt. Denn nur mit der Produktionsteilung kann auch der zwischen Gmund und Tegernsee beschlossene Gewerbesteuerteiler aufrechterhalten werden. So bekommt jede Gemeinde auf Basis der sogenannten Meßbetragszerlegung ihren Anteil an den nicht unerheblichen und durch die Expansion des Brauhauses voraussichtlich auch weiter steigenden Gewerbesteuereinnahmen.

Ursprünglicher Artikel vom 3. Februar mit der Überschrift: “Neue Abfüllanlage in Gmund lässt Tegernseer Gewerbesteuer kalt”
Die Gewerbeeinnahmen sind in Tegernsee der mit Abstand größte Geldbringer. In diesem Jahr wird die Stadt durch ihre Betriebe etwa 2,55 Millionen Euro verdienen. Damit steigt der Posten im Haushaltsansatz alleine von 2011 auf 2012 um 450.000.

Die Gründe dafür erläuterte Kämmerer Jürgen Mienert auf der Stadtratssitzung am Dienstag Abend. Gleichzeitig wurde aber auch diskutiert, ob und wie fragil die hohen Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind. Florian von Hammerstein (Bürger Liste) brachte das Dilemma auf den Punkt:

Die Brauerei ist mit Sicherheit der größte Steuerzahler hier. Und jetzt zieht sie mit einem Teil der Produktion weg nach Gmund. Das soll auch kein Vorwurf an die Brauerei sein. Denn wir haben in Tegernsee einfach keine Gewerbeflächen frei. Und so werden wir zukünftig leider mit deutlich weniger Steuereinnahmen leben müssen.

So werde man sich in den nächsten Jahren die Gewerbesteuer der Herzoglichen Brauerei teilweise mit den Gmundern teilen müssen. Die sogenannte Meßbetragszerlegung, die sich zwischen den beiden Kommunen auf Basis von Gesamtlöhnen berechnet, wird sich negativ auf das Tegernseer Gewerbesteueraufkommen auswirken.

Doch damit nicht genug. Zum 1. Januar 2012, so von Hammerstein laufe eine Vereinbarung zwischen Miesbach und Tegernsee aus. Bisher hatte man sich die Gewerbesteuer der Kreissparkasse geteilt. Auch das sei mit dem neuen Vertrag zukünftig nicht mehr möglich. Ein weiterer Posten also, der dem Kämerer in den nächsten Jahren fehlen dürfte.

“Alles schon eingeplant,” beschwichtigte Bürgermeister Janssen. Die Einnahmenrückgänge seien bereits in den Haushaltsplanungen berücksichtigt. Dabei gehe die Geschäftsführung und damit auch die Stadt davon aus, dass der Bierbrauer weiter wachsen wird. “Die Zeichen stehen auf kräftige Expansion.”

So oder so ist die Stadt nach Meinung des Bürgermeisters nicht mehr vom Wohl oder Wehe der Brauerei abhängig. “Wir stehen mehr und mehr auf mehreren Beinen und bewegen uns weg von den großen Gewerbesteuerzahlern, was für die Stabilität des Haushaltes sehr wichtig ist.”

Die richtigen Worte nach einer etwas länglichen Diskussion fand Norbert Schussmann von der CSU, für den die Präsentation der Zahlen einfach nur ein Grund zur Freude war. “So wie es jetzt ist, ist es gut. Wir haben nicht die existenziellen Sorgen wie andere Gemeinden im Landkreis. Und darüber sollten wir uns einfach mal freuen und nicht alles zerreden.”

Hier noch der Gesamthaushalt in der Entwicklung der letzten drei Jahre. Wie genau und warum sich Verwaltungshaushalt und Vermögenshaushalt unterscheiden kann man hier nachlesen:

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