Neue alte Seeperle

von Nina Häußinger

Die Seeperle in der Rottacher Seestraße liegt an einer der prominentesten Stellen am See. Seit 20 Jahren stehen die Gebäude leer. Irgendwann werden sie abgerissen – soviel steht fest. Doch was kommt danach und wieviele Betten werden in dem neuen Hotel entstehen?

Endlich tut sich was bei der Seeperle in Rottach - Jetzt gibt es erste Pläne für den Neubau / Archivbild
Endlich tut sich was bei der Seeperle in Rottach – Jetzt gibt es erste Pläne für den Neubau / Archivbild

Gestern war erneut die Seeperle in der Seestraße Thema im Rottacher Gemeinderat. Seit über 20 Jahren herrscht an der prominenten Stelle gegenüber dem Kurgarten gähnende Leere. Auch die Verantwortlichen der Gemeinde wünschen sich, dass das Projekt voran getrieben wird. Mittlerweile ist immerhin eine Projektgesellschaft mit der Zukunft des Gebäudes beauftragt. Im März wurden wie berichtet der Bebauungsplan und der Durchführungsvertrag verlängert. Seit dem Frühjahr ist auch klar, dass die alten Gebäude abgerissen werden sollen.

Gestern wurde dem Gemeinderat nun der erste Plan für die Neubauten vorgelegt. Es scheint sich also langsam was zu tun. Bauamtsleiterin Christine Obermüller erklärte den Räten die Vorteile dieser Lösung. „Technisch ist man so auf dem optimalen Stand. Auch der Schall- und Emissionsschutz werden verbessert.“ Außerdem sei so der Bauablauf besser zu gestalten. Und der wichtigste Aspekt: Die Tiefgarage kann vergrößert werden. Obermüller betont:

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Stellplätze sind an dieser Stelle sehr wichtig.

Grundsätzlich hat der Gemeinderat den Änderungen des bestehenden Bebauungsplans schon im März zugestimmt. Jetzt hieß es den ersten Entwurf abzusegnen. „Der Entwurf entspricht genau dem Bebauungsplan“, erklärt die Bauamtsleiterin. Planerisch sei alles identisch.

Nur eine Sache war Obermüller unklar. In der letzten Sitzung war die Rede von 99 Zimmern. Der Altbestand lag bei 50 Zimmern. Jetzt sei die Rede von 40 Zimmern und einem Hotel Garni.
Andreas Erlacher, der als Architekt am Bau beteiligt ist, widersprach dem:

Das stimmt so nicht. Es ist keine Änderung geplant. Es wird genauso wieder aufgebaut, wie es war.

Lediglich die Größe der Tiefgarage werde verändert. Bürgermeister Christian Köck meinte pragmatisch: „Heute geht es darum, das Projekt baurechtlich auf den Weg zu bringen. Die inhaltlichen Punkte werden losgelöst davon besprochen. Wir sollten es in dieser Form verabschieden.“ Auch Obermüller schloss sich dem an: „Ich empfehle den Entwurf so zu billigen. Die textlichen Passagen können wir noch anpassen.“ Somit wurde der Plan mit vier Gegenstimmen auf den Weg gebracht.

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