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Pächterwechsel nach zwölf Jahren

Neue Gesichter in der „Bar Centrale“

Von Laura Lorefice

Eine Ära geht zu Ende: Nach zwölf Jahren verkauft Betreiber Raffaele Bitetti Holzkirchens „Bar Centrale“. Das Traditionslokal gibt er in die Hände eines türkischen Vater-Tochter-Gespanns.

Jung-Chefin Hülya Kiper (links) mit ihrem Onkel Servet, der sich hautsächlich um die Gäste kümmert. /Bild: Lorefice
Jung-Chefin Hülya Kiper (links) mit ihrem Onkel Servet, der sich hautsächlich um die Gäste kümmert. /Bild: Lorefice

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge hat der bisheriger Betreiber Raffaele Bitetti die „Bar Centrale“ am 01. Juni an die neuen Besitzer Ramazan und Hülya Kiper übergeben. Zuerst überwog vor allem die Erleichterung, nicht mehr dem täglichen Stress ausgesetzt zu sein. Doch schon nach vier Wochen zeigt sich Bitetti im Gespräch auch ein bisschen wehmütig:

Die Bar Centrale war unser Wohnzimmer – wir haben schöne, lustige und auch schwere Zeiten durchgemacht. Zusammen mit dem Team und den Gästen waren wir eine große Familie. Das fehlt mir schon.

Trotzdem hat sich Bitetti bewusst dafür entschieden, die Bar zu verkaufen. Zusätzlich zur Gastronomie übte er an fünf Tagen die Woche seinen Fulltime-Job als Berater bei „München Oldtimer“ aus. Tagsüber ins Büro, nach Feierabend in die Bar. Zu groß die alltägliche Hektik bis in die späten Abendstunden, zu wenig die gemeinsame Zeit mit Frau und dem kleinen Sohn.

Umso mehr freut sich die Familie jetzt auf ihren ersten richtigen Urlaub, nach elf Jahren im August.

Ich genieße die Ruhe und freue mich auf unseren ersten Urlaub – eine Rundreise durch Italien mit der ganzen Familie.

Um das alltägliche Geschäft in der Bar Centrale kümmern sich sei sieben Wochen die neuen Besitzer Ramazan und Hülya Kiper. Die junge Chefin hat die Bar gepachtet, hält sich aber eher im Hintergrund. Die Idee eine Bar zu betreiben, war ein spontaner Einfall ihres Vaters.

Die 22-Jährige, die gelernte Konditorin ist, war von dieser Idee sofort begeisterst. „Eine Bar zu eröffnen war schon immer mein Traum, doch ich hätte nie gedacht, dass ich das mal wirklich mache“, lächelt Hülya. Da sie in ihrem Beruf sehr eingespannt ist, haben ihr Vater Ramazan als Geschäftsführer und ihr Onkel Servet Kiper das Tagesgeschäft mit den Gästen übernommen. Dieser kommt selbst aus der Gastronomie und hat zehn Jahre lang als Koch in Bad Tölz gearbeitet. Er bringt das nötige Know-How mit und erklärt:

Man braucht jemanden mit Gastro-Erfahrung, um eine Bar zu führen. Ich habe jahrelang als Koch gearbeitet und bin in Restaurants oder Bars hinter der Theke gestanden. Der Kontakt zu den Gästen macht mir sehr viel Spaß. Für die war es natürlich ersteinmal ungewohnt, nach so langer Zeit einen neuen Besitzer zu begrüßen. Doch wir wurden sehr freundlich aufgenommen.

An dem Konzept und der Speisekarte der Bar Centrale möchte Familie Kiper zunächst nichts verändern. Die Bar habe viele Stammgäste, bei denen die mediterranen Gerichte gut ankommen, warum also etwas verändern, was bisher gut gelaufen ist, so die junge Chefin.

Freundliche Übergabe: Raffaele Bitetti (links) übergab die Bar Centrale Anfang Juni an die Familie Kiper (rechts).
Freundliche Übergabe: Der ehemalige Betreiber Raffaele Bitetti (links) mit der neuen Chefin Hülya Kiper und ihrem Onkel Servet Kiper.

Auch die gut besuchten Karaoke-Abende sollen bleiben. Für die Zukunft könnte sie sich aber vorstellen etwas Neues anzubieten, zum Beispiel wöchentlich wechselnde Frühstücksangebote und türkische Spezialitäten sowie selbst gebackene Kekse und Kuchen. Die ganze Familie freut sich nun auf die neue Herausforderung und zahlreiche Gäste.

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