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Richtfest in der Orthopädischen Klinik Tegernsee

Neue Therapiehalle für Klinik wird gefeiert

Von Sabiene Hemkes

Am Donnerstag fand in Tegernsee ein denkwürdiges Richtfest statt. Der Ort: der Rohbau der Therapiehalle der Orthopädischen Klinik der Deutschen Rentenversicherung. Die Planungen haben Jahre gedauert und viele Nerven aller Beteiligten gekostet. Hat sich der Stress gelohnt?

Zimmerer Martin Sollerspöck spricht den Richtspruch – Ein Dank an Architekt, Bauherrn und Bauhandwerker – Prost!

Lange hat es gedauert bis jetzt endlich das Richtfest an der Tegernseer Point gefeiert werden konnte. Vorangegangen waren lange sieben Jahre, in denen sich der Bauherr, die Deutsche Rentenversicherung Bayern Süd, und die Stadt Tegernsee in einem zähen Ringen um Ästhetik, Größe, Lichtverschmutzung und Nutzung duellierten. Zäh war es – und auf der Kippe stand der Bau der Therapiehalle einige Male.

Doch am Donnerstag wurde bei Sekt, Bier, Obatzn und Leberkas Richtfest für die neue Therapiehalle der Orthopädischen Klinik in Kreuth gefeiert. Ein Sieben-Millionen-Euro Bau, der nicht nur für die feiernden Gewerke und die Bauhandwerker, sondern auch die Gemeinde, die Planer und den Hausherren eine schweißtreibende harte Arbeit ist – beziehungsweise war.

Riesige Halle mit Blick auf den See

In der riesigen Halle, die in den letzten Monaten an der Point hochgezogen wurde, steht teilweise noch das Wasser. Mit seinen gigantischen Ausmaßen von 40 mal 33 Metern und einer Höhe von über fünf Metern, lässt der Raum schon jetzt erahnen, wie besonders er einmal sein wird.

Das Richtfest begann, wie es sich gehört, mit dem traditionellen Anstich des Bierfasses durch Christian Heide von der Deutschen Rentenversicherung. Im noch nach allen Seiten offenen Rohbau begrüßte anschließend Harald Schuster, der Kaufmännische Direktor der Klinik, die geladenen Gästen – vom CSU-Bundestagsabgeordneten Alexander Radwan (CSU) über den Bürgermeister der Stadt Tegernsee Johannes Hagn (CSU), den Monsignore Pfarrer Walter Waldschütz bis hin zu Jens Zangenfeld, den Stellvertreter des Landrats, waren alle gekommen.

Fassanstich und Danksagungen

Besonders hieß Schuster die Zimmerer und Bauhandwerker bei ihrem Richtfest willkommen. In Vertretung des erkrankten Gerald Weiß, dem Abteilungsleiter Kliniken der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bayern Süd, begrüßte anschließend Christian Heide als Bauherr die Gäste in der Therapiehalle.

Er entschuldigte sich für seinen „leicht missglückten Anstich“ (es dauerte etwas, bis das Helle endlich floss). Er habe erst vor zwei Tagen davon erfahren, Herrn Weiß heute vertreten zu dürfen. „Das war mein erster Fassanstich“. Diese Therapiehalle sei für die DRV ein Meilenstein in dem Zukunftskonzept für die Orthopädische Klink Tegernsee. Lang habe man gekämpft um dieses Projekt, aber dieses Richtfest sei der Anfang. In den nächsten Jahren werden die weiteren Entwicklungsschritte folgen.

Nachhaltig – schnell – ästhetisch

Er übergab das Podium an Maximilian Ludes, Geschäftsführer des verantwortlichen Architekturbüros Ludes. „Im nächsten Jahr“, so Ludes, „können die Patienten und Gäste von der Halle aus durch die große Glasfront das wunderbare Tegernseer Tal genießen.“ Stolz sei er auf den Bau, und auch sehr froh, den Bauherren, die Deutsche Rentenversicherung, davon überzeugt zu haben die Therapiehalle in einer Holzbauweise zu errichten.

Auch Bürgermeister Johannes Hagn sprach ein paar Worte zum Richtfest

Auch der Tegernseer Bürgermeister ließ es sich nicht nehmen einige Worte an diesem besonderen Tag an die Gäste zu richten. Zu Anfang bedankte sich Hagn bei Gerald Weiß, dessen Abwesenheit er bedauerte, für die intensive Zusammenarbeit. Ihm fielen dabei „Zahlen, Zahlen, Zahlen“ ein:

37 Stadtratssitzungen, 58 unterschiedliche Entwürfe, hunderte Stunden Beratungen und tausende Einwendungen und Beschwerden. Allein der Papierkram würde ein ganzes Zimmer füllen.

Doch das Ergebnis gefiel dem Bürgermeister augenscheinlich, auch wenn es nur die erste Stufe des Ausbaus und der Sanierung der Klink sei. Nach den Worten des Chefarzt der Klinik, Prof. Dr. Tobias M. Kraus, der sich wie seine Vorgänger bei den Handwerkern für ihren Einsatz bedankte, ging es in den Außenbereich des neuen Klinik-Rohbaus.

Dort wartete schon Martin Sollerspöck von der gleichnamigen Zimmerei auf die Gäste. In luftiger Höhe trug er seinen launischen Richtspruch vor. Textsicher und trinkfest meisterte er die traditionelle Rede. Der Dank des Zimmerers an den Bauherrn, den Architekten und die am Rohbau beteiligten Bauhandwerker kam bestens an.


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