Neuer Forstweg von der Suttenalm bis zur Bodenalm

Von Redaktion

Die Bayerische Staatsforsten planen einen Weg von der Sutten- zur Bodenalm

Im Rottacher Gemeinderat wurde der Antrag der Bayerischen Staatsforsten auf Errichtung eines Forstweges von der oberen Suttenalm bis zur Bodenalm vorgestellt. Die Gemeinde Rottach ist in diesem Fall zwar keine Genehmigungsbehörde, wird im Rahmen der Bauplanung aber trotzdem von den Bayerischen Staatsforsten um eine Stellungnahmen gebeten.

1,5 Kilometer Weg sind geplant

Geplant ist ein Forstweg mit LKW-fähiger Straßendecke. Das heißt: 350 cm Breite, Entwässerungsgräen von jeweils 50 cm auf beiden Seiten und eine Wassergebundenen Straßendecke. Kurz ein ganz normaler Forstweg. Die Länge des Weges soll etwa 1,5 Kilometer betragen, wovon 50 Meter über Privatgrund laufen. Der Rest ist Staatsforst.

Gefahr für Schutzwald durch Borkenkäfer

Zur Begründung für den Wegebau wird von der Bayerischen Staatsforsten angeführt, dass in dem zu erschließenden Gebiet hauptsächlich Fichtenbestände stehen. Die Fichten sind allerdings genetisch nicht auf das Gebiet angepasst. Das Problem, das sich daraus ergibt sind im Winter durch Schneelast brechende Baumkronen und dadurch ein hoher Borkenkäferbefall. Die Borkenkäfer finden in den durch Bruch verletzten Bäumen einen Idealen Nährboden und verbreiten sich darum schnell in dem Gebiet. Vor allem in trockenen Jahren sieht der Staatsforst ene Gefahr für den Bestand in dem als Schutzwald ausgewiesenen Gebiet.

Handentrindung auf Dauer nicht finanzierbar

In der Vergangenheit wurde der betroffene Schutzwald hauptsächlich durch Handentrindung gepflegt und geschützt. Das bedeutet allerdings logischerweise einen enormen Aufwand und zum momentanen Zeitpunkt kann niemand sagen, wie lange dieses Vorgehen noch finanziert werden kann. Durch die Forststraße würde eine einfachere Bewirtschaftung möglich.

Ziel der Bayerischen Staatsforste ist eine Verjüngung des Schutzwaldes durch Mischbestände und die einfachere Pflege der vorhandenen Jungbäume.

Ein schöner Nebeneffekt ist, dass die Bodenalm in Zukunft auch erschlossen und dadurch leichter zu bewirtschaften wäre. Das wird den Erhalt als Alm sicherlich auch für die Zukunft sichern.

Keine Einwände im Gemeinderat

Bürgermeister Hafner sagte dazu: „aus Gemeindesicht gibt es dagegen erstmal keine Einwände.“

Anton Maier (CSU) sagte in der einzigen Wortmeldung zum Thema: „Jede Alm ohne Weg ist heute in Gefahr. So sehe ich die Chance, dass die Alm auch in Zukunft bewirtschaftet wird.“

Die Stellungnahme der Gemeinde lautete darum auch, dass aus Rottacher Sicht keinerlei Einwände gegen das Vorhaben bestehen. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.


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