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Wiedereröffnung der Filialkirche Maria Heimsuchung

Neuer Glanz in Glashütte

Von Filiz Eskiler

Pünktlich zu Weihnachten wurde die Filialkirche Maria Heimsuchung in Glashütte wieder eröffnet. Bei dem Festgottesdienst gab es vor allem zwei Dinge: viel Lob und noch mehr Dankbarkeit.

Die Kirche in Glashütte kann nun wieder besucht werden / Quelle: Nina Häußinger

Am 3. Adventssonntag wurde in einem Festgottesdienst die Filialkirche Maria Heimsuchung in Glashütte wieder eröffnet, die nun in neuem Glanz erstrahlt. Es war ein kleines Weihnachtswunder, dass die Renovierung überhaupt erfolgt ist. Und dann auch noch so schnell angegangen und durchgezogen wurde.

Als das Staatliche Bauamt Rosenheim einer Renovierung zusagte, zog auch das Erzbischöfliche Ordinariat nach. Durch die Anschubfinanzierung von Seiten des Ökumenischen Kirchbauvereins und die Baubesprechungen unter der Leitung von Verwaltungsleiter Berthold Späth, war die ganze Sache schließlich ins Rollen gekommen.

Was ist neu?

Seit Mai dieses Jahres war die Kirche nun bis vor Kurzem geschlossen. In dieser Zeit wurde der Außensockel um die Kirche sowie der Innensockel im Altar- und im Vorraum erneuert. Außerdem wurde über viele Wochen hinweg die Raumschale innen vom Schmutz befreit und dort wo notwendig auch ausgebessert. Das Kirchlein bekam eine neue Elektroinstallation und neue Lampen. Vor allem aber erhielt es neue liturgische Orte: Ein neues Ambo und einen neuen Tabernakel, die gesegnet wurden, einen neuen Osterleuchter, neue Sedilien und eine neue Kredenz.

Ordinariatsdirektor Monsignore Thomas Schlichting machte in seiner Ansprache während des Gottesdienstes auf die Parallelen aufmerksam, die es „zwischen der Renovierung einer Kirche am Rande Deutschlands und der Renovierung der deutschen Kirche auf dem synodalen Weg gibt“. Denn auch zweiteres sollte an die Ränder gehen.

Lob von Dr. Alexander Heisig

Dr. Alexander Heisig ist Fachreferent für zeitgenössische Kunst und Kirche im Erzbischöflichen Ordinariat München. Er hob im Festgottesdienst hervor, dass durch die Entfernung des alten Tabernakels am Hochaltar der Anfang eines alten Mariengebetes wieder zu sehen ist: „Unter deinen Schutz und Schirm fliehen wir, heilige Gottesgebärerin.“ Dies habe der damalige Abt Bernhard Wenzel beim Bau der Kirche bewusst auf deutsch in dieser unsicheren Gegend am Weg zwischen Deutschland und Österreich anbringen lassen, um zu ermuntern, sich hier dem göttlichen Schutz anzuvertrauen.

Heisig lobte auch die gelungene Verbindung zwischen Alt und Neu durch die Renovierung: Zum einen die liturgischen Orte, die durch die Familie Larasser–Bergmeister angefertigt worden waren und sich großartig in die Kirche einfügen würden. Zum anderen die neue Anordnung der Figuren und Gemälde, wodurch der ganze Raum wieder mehr atmen könne und das Einzelne wieder mehr zum Vorschein komme.

Monsignore Walter Waldschütz und stellvertretende Kirchenverwaltungsvorsitzende Maria Thanbichler dankten allen Beteiligten an den Renovierungsarbeiten. Thanbichler wünschte zu guter Letzt allen Glashütter-Gemeindemitgliedern, dass sie gerne in diese Kirche kommen, und rief alle dazu auf, die Kirche wieder mit Leben zu füllen. Waldschütz selbst sicherte zu, dass auch hier weiterhin regelmäßig die heilige Messe gefeiert werde und sagte im Zuge der guten ökumenischen Zusammenarbeit auch der evangelischen Gemeinde die Nutzung der neu renovierten Kirche zu.

Pfarrer Walter Waldschütz hielt den ersten Gottesdienst in der neuen Kirche / Quelle: Maria Thanbichler


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