Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus
Neues Corona-Konzept: “Sichere Reha”

von Filiz Eskiler

Viele PatientInnen verzichten auf ihren Klinik-Besuch, aus Angst vor einer Ansteckung mit dem Covid-19 Virus. Medical Park Bad Wiessee führte daher ein Corona-Sicherheitskonzept ein. Wie sieht eine Rehasituation in der Klinik aus? Und was passiert, sollte jemand positiv auf das Virus getestet werden?

Der Medical Park hat ein neues Corona-Sicherheitskonzept in allen Reha-Kliniken eingeführt. / Quelle: Medical Park

Die Corona-Krise forderte Umdenken in allen Bereichen. Besonders im klinischen Bereich, denn viele PatientInnen haben Angst vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus, und verzichten daher auf ihren Besuch in einer Klinik. Das sei ein Problem, bestätigt auch Ulf Ludwig, CEO von Medical Park. Schutzmaßnahmen dürfen keine Beeinträchtigung der Therapien mit sich ziehen, erklärt er. Daher wurde das Corona-Sicherheitskonzept „Sichere Reha“ in allen Medical Park – Rehakliniken eingeführt, auch in Bad Wiessee.

Im Medical Park Bad Wiessee St. Hubertus werden aktuell 360 PatientInnen regulär behandelt. „Die Belegung steigt, da das OP-Geschehen in Akutkrankenhäusern wiederaufgenommen wurde“, erklärt Ludwig. Um allen PatientInnen eine angenehme Atmosphäre zu versichern, hat das neue Konzept drei Sicherheitsbausteine:

1. Aufnahmemanagement mit klinischer Untersuchung

Bei dem ersten „Baustein“ liege ein spezielles Aufnahmemanagement im Fokus. Mit einer klinischen Untersuchung, PatientInnengesprächen und einem verbindlichem Abstrich auf SARS-CoV2 soll das Risiko mini­miert werden, dass das Virus von außen in die Klinik eingetragen wird.

Links: Eine Rehasituation während der ganz normalen Rehaphase. Rechts: Eine Therapiesituation während der Aufnahmephase in Bad Wiessee. / Quelle: Medical Park

„Die Patienten verbringen die Zeit bis zum Vorliegen des Testergebnisses allein im Einzelzimmer“, heißt es von Seiten des Medical Parks. Hier werden auch die Mahlzeiten serviert und unter Umständen erste Therapien als Einzeltherapie unter Einhaltung verschiedener Schutzmaßnahmen durchgeführt.

2. Reguläre Reha-Phase mit speziellem Therapiekonzept

Fällt der Test negativ aus und sind weiterhin keine Symptome einer Covid-19-Erkrankung sichtbar, beginnt die reguläre Reha-Phase. Heiko Leske, Leitung Marketing und Kommunikation, sagt dazu:

In dieser [Phase] stehen vor allem die Schutzmaß­nah­men wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowohl von Patienten als auch Thera­peuten, die Einhaltung von Abstandsregelungen bei den Therapien und in der Freizeit, sowie Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen im Mittelpunkt.

Gruppengrößen seien angepasst und Wechselzeiten geändert worden. Außerdem werden Apps und andere Online-Angebote verstärkt genutzt, versichert Leske. Um die Wirksamkeit der Behandlungen und den Schutz vor Ansteckung gewährleisten zu können, wurden zusätzlich Schutzvorrichtungen für Einzeltherapien entwickelt. „Klare Besuchs- und Aufenthaltsregelungen runden die Sicherheits­maß­nahmen ab“, so Leske.

3. Infektionsschutz für MitarbeiterInnen durch Anpassung aller Klinik-Abläufe

Komponente Drei betrifft die Klinik und die MitarbeiterInnen selbst. Alle Abläufe, Strukturen und Arbeitsvorgaben wurden an die Erfordernisse eines umfassenden Infektionsschutzes angepasst, erklärt Leske. Zum einen werden Besprechungen vermieden. Zum anderen wird der Mund-Nasen-Schutz während der gesamten Arbeitszeit getragen, und weitere Schutzkleidung bei Bedarf angelegt.

Für eine digitale Reha auf dem Patientenzimmer gibt es eine Patientenapp. / Quelle: Medical Park

Zusätzlich zu diesen drei Sicherheitsbausteinen wurde ein sogenanntes Fallback-Management eingeführt. Dies tritt in Kraft, sollte ein Test auf Covid-19 positiv ausfallen. Leske erklärt den weiteren Vorgang, sollten PatientInnen oder MitarbeiterInnen Symptome aufzeigen:

In solchen Fällen werden die Betroffenen und die Kontaktpersonen umgehend isoliert und erneut getestet. Alle weiteren Maßnahmen erfolgen auf Anordnung bzw. in Abstimmung mit dem zuständigen Gesundheitsamt.

Medical Park CEO Ulf Ludwig erwähnt außerdem, dass im Medical Park Bad Wiessee eine Bettenkapazität freigehalten wird. Sollte es zu einer zweiten Welle kommen, wird “Medical Park in Zusammenarbeit mit den lokalen Gesundheitsämtern wie schon beim ersten Mal bereitstehen und COVID-19 Patienten aufnehmen und behandeln”, versichert sie abschließend.


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