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Gemeinde löst Vertrag mit Festwirt auf

Neues Konzept soll Gmunder Volksfest retten

Von Rose Beyer

Hinter verschlossenen Türen hat der Gmunder Gemeinderat gestern entschieden, den Vertrag mit dem Gastronom Bastian Schuhmann nach nur einem Jahr aufzulösen. Schuhmann hatte heuer als Wirt das Festzelt auf dem Volksfest betrieben. Doch es gab massive Kritik aus der Bevölkerung.

Bürgermeister Georg von Preysing machte noch vor der Entscheidung klar, dass die Gemeinde mit dem Ablauf des Volksfestes sehr unglücklich sei. „Da ham ma in Dreck einiglangt“, so der Rathaus-Chef. Trotz allem soll es eine Zukunft für das Gmunder Volksfest geben.

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volksfest gmund 2013 breit
Beim Anstich des diesjährigen Volksfestes war noch alles gut.

„Unbelehrbar“, „unhöflich“, „ungenießbar“ ‒ viel Kritik musste sich Festwirt Bastian Schuhmann für die Organisation des Festzeltes auf dem diesjährigen Volksfest anhören. Im Mittelpunkt standen vor allem die Qualität des Essens und der Service. Doch Schuhmann selber wollte sich dazu im Nachgang nicht mehr äußern. Und auch auf eine mögliche Stellungnahme vor dem Gmunder Gemeinderat verzichtete der 28-Jährige.

So blieb es an Georg von Preysing selbst, sich bei den Gästen für die Missstände zu entschuldigen. „Leider hat der Festwirt unsere Hoffnungen nicht erfüllt. Vieles auf dem Fest war unzumutbar. Dafür möchte ich mich entschuldigen.“ Sichtlich sauer verwies Preysing auf die Entscheidung, die in der nichtöffentlichen Sitzung getroffen werden sollte. Und dort kam es laut Geschäftsleiter Alfons Besel zu einer intensiven Diskussion.

Nicht mehr zeitgemäß?

Der Beschluss, von der einjährigen Rücktrittsfrist Gebrauch zu machen, war dabei schnell getroffen. Bedeutet konkret: im kommenden Jahr wird sich die Gemeinde einen neuen Festwirt suchen müssen. Der Hauptgrund für die Entscheidung sei, so Besel, vor allem die Bewirtung im Zelt gewesen.

„Die Bedienungen waren leider nicht willens und sehr unfreundlich.“

Umstrittener als die Auflösung des Vertrages war allerdings die Ausrichtung des zukünftigen Volksfestes. Das Gremium sei sich gestern zwar ‒ bis auf zwei Gemeinderäte, die die Veranstaltung als nicht mehr zeitgemäß bezeichneten ‒ schnell einig gewesen, dass das Fest weiter bestehen bleiben soll.

Doch am Konzept müsse nun stark gearbeitet werden, wie Besel erklärt. „Die letzten Jahre war das Wetter schlecht, und man hat die nicht so guten Besucherzahlen auf das Wetter geschoben. So hat man den wirklichen Kern des Problems wohl nicht erkannt.“

Viele Ideen

Vieles steht nun auf dem Prüfstand: Dauer des Festes, Organisation der Schausteller oder auch der Termin. So könnte sich die Gemeinde vorstellen, das Volksfest beispielsweise auf Ende Mai zu verschieben. Dann wäre es wieder das erste Fest der Saison und terminlich vor allem nicht so nah dran an den Waldfesten, die mittlerweile im Sommer die Hauptattraktion im Tal darstellen.

Das Waldfest in Kreuth am vergangenen Wochenende war, im Gegensatz zum Gmunder Volksfest, mehr als gut besucht.
Das Waldfest in Kreuth am vergangenen Wochenende war, im Gegensatz zum Gmunder Volksfest, mehr als gut besucht.

Gleichzeitig könnte es auch möglich sein, das Volksfest mit anderen Ereignissen zu verknüpfen. „Es wurden gestern bereits viele Ideen diskutiert. Aber wir müssen das jetzt Schritt für Schritt angehen“, so Besel. Verbessern wolle man auf alle Fälle auch die Vermarktung. „Das war heuer ziemlich bescheiden.“ Dabei ist das Ziel klar: das Volksfest soll wieder für die Gmunder und alle Talbewohner attraktiv gemacht werden.

Empfehlung aus Hausham

Auf die Frage, warum sich die Gemeinde für Bastian Schuhmann als Festwirt entschieden hat, konnte Besel nur auf die guten Empfehlungen aus Hausham und vom Brauhaus Tegernsee verweisen.

Grundsätzlich möchte man sich einen neuen Wirt erst genauer anschauen, wenn auch das grobe Konzept für das neue Volksfest steht. Denn einen weiteren Fehlgriff bei einer so wichtigen Position darf sich die Gemeinde nun nicht mehr erlauben.


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