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Neues Jodschwefelbad-Areal: Spielarena muss weichen

Von Nicole Posztos

Oft liegen Freude und Leid nah beieinander. Das musste in der letzten Woche auch Sepp Niedermayer, Betreiber der Wiesseer Spielarena, schmerzlich erfahren.

Nach vier Wochen Arbeit war gerade die neue Indoor-Minigolfanlage fertig geworden. Da erhielt er einen Anruf von Peter Höß. Und der Wiesseer Bürgermeister hatte keine allzu guten Nachrichten für die Spielarena.

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Rückblick: Ende November noch hatte Ortsplaner Eberhard von Angerer die Grobplanung für das neue Kurviertel vorgestellt. Zu dem Zeitpunkt ahnte Sepp Niedermayer bereits, dass das für ihn und seine vor zwei Jahren gegründete Spielarena Folgen haben könnte. Denn genauso wie der größte Teil des heutigen Jodschwefelbades soll auch die alte Tennishalle, die von Niedermayer zum Indoor-Spielplatz umfunktioniert wurde, abgerissen werden.

Sepp Niedermayer - derzeit noch ohne einen Plan B

Der Grund ist einfach: Die Halle steht in der Mitte des gesamten Areals. Ein Investor braucht aber Planungssicherheit. Darüberhinaus würde die Konstruktion nur stören, wenn in unmittelbarer Nähe ein neues Hotel entsteht. Helmut Köckeis vom Wiesseer Bauamt weiß mehr und erklärt: “Wir erarbeiten gerade einen Masterplan für das gesamte Areal. Für den Badepark, wie auch die Spielarena werden wir eine andere, eventuell eine gemeinsame Lösung finden müssen.”

Köckeis betont jedoch, dass genaue Ausgestaltung wie auch der Zeitplan derzeit noch völlig unklar seien. So wie die Frage nach einem Investor. “Zuerst wird das Gesamtkonzept erstellt, dann suchen wir einen oder mehrere Geldgeber,” so der Bauamtsleiter. Auf alle Fälle müsse man das Gestalterisch besser lösen, als es derzeit der Fall sei. “Was wir sicher nicht wollen, ist eine isolierte Lösung.”

Für Niedermayer bedeutet die Nachricht das langsame Aus. Nach seiner Prognose werde es bis zum Abriss zwar wahrscheinlich noch länger dauern, als die von der Gemeinde avisierten eineinhalb bis zwei Jahre. Doch eine langfristige Option sieht anders aus.

Und in gewisser Weise habe er es auch immer geahnt. “Schon bei der Vertagsunterzeichnung vor zwei Jahren hatte man mir gesagt, dass die Möglichkeit besteht, dass bei einem Kauf des Geländes die Spelarena abgerissen werden könnte.” Doch insgeheim glaubte Sepp Niedermayer nicht daran, dass alles so schnell gehen würde. Das hohe Tempo der Wiesseer Verwaltung habe ihn überrascht.

Glücklich ist er mit der Entscheidung natürlich nicht. Aber verstehen kann er die Verantworlichen. “Bad Wiessee braucht das Geld. Ich hätte es wahrscheinlich auch nicht anders gemacht.”

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