
Eigentlich hatte Kilian erst Anfang des neuen Jahres Geburtstermin. Der Sohn von zwei Mitarbeitern des Krankenhauses Agatharied hatte es aber besonders eilig und kam bereits am 5. Dezember per Kaiserschnitt zur Welt. Mama Magdalena war bereits seit dem Vortag im Krankenhaus. Dass es dann doch so schnell ging war überraschend.
Papa Konrad kam trotz aller Corona-Sicherheitsmaßnahmen noch rechtzeitig in den OP: „Die Organisation war beeindruckend. Trotz des Zeitdrucks hat alles einwandfrei funktioniert. Als Mitarbeiter kenne ich mich natürlich vor Ort gut aus, dennoch ist man in dieser Situation sehr nervös und froh, wenn man genaue Angaben bekommt.“ Laut Konrad erklärten ihm Kollegen der Rezeption sofort den Weg zum OP und das Ärzte- und Pflegeteam hielt ihm, dort angekommen, bereits die Türen auf.
Väter dürfen weiterhin ins Krankenhaus
Im Krankenhaus Agatharied gibt es für Besucher derzeit ein Zutrittsverbot. Für Väter als Begleitperson zur Entbindung und auch zum Besuch ihrer neugeborenen Kinder gibt es aber eine Ausnahmeregelung. „Bei aller Eile werden die Hygienevorschriften dennoch sehr streng eingehalten. Fiebermessen, ein Abklären möglicher Corona-Symptome und die Durchführung eines Covid-Schnelltest mit negativem Ergebnis sind Pflicht, um ins Krankenhaus eingelassen zu werden“, erklärt die Pressesprecherin des Krankenhauses Melanie Speicher.
Im OP muss der werdende Vater seine Kleidung gegen die bekannten grünen OP-Laibchen und Hosen tauschen, außerdem sind Haube, Handschuhe und reine Schuhe zusätzlich zur Maske Pflicht. „Im OP ist das aber nichts Neues – dort herrschen sterile Bedingungen und die strengen Hygienevorschriften gelten nicht erst seit Corona. Und auch im Kreissaal müssen Begleitpersonen eine FFP2 Maske tragen“, so Speicher weiter.
Ein Neujahrsbaby kommt schon an Nikolaus
Unter Einhaltung dieser Sicherheitsvorschriften dürfen Väter auch derzeit am „Wunder Geburt“ teilhaben und ihre Partnerinnen nach Kräften unterstützen. „Konrad durfte am Kopfende der Behandlungsliege sitzen. Ich selbst erhielt eine Lokalanästhesie und war während des gesamten Kaiserschnittes bei vollem Bewusstsein. Der Anästhesist hat uns beiden alles ganz genau erklärt und uns auch ein bisschen abgelenkt. Das gesamte Ärzte- und Hebammenteam war sehr herzlich und hilfsbereit“, schildert die junge Mutter ihr Erlebnis.
Die besonderen Bedingungen aufgrund der Corona-Pandemie haben sich nach Einschätzung des Paares nicht sehr auf das Geburtserlebnis ausgewirkt. „Die super Organisation, die freundliche Atmosphäre und der schöne Kreissaal – hier hat sich auch unser Kilian sofort wohl gefühlt.“
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